Druckschrift 
1 (1835)
Entstehung
Seite
114
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Astronomie, Cep. Il°

nerii Kreife, lös't ihn vom äußern, und lies't die-se» ad, Alsdann fuhrt man das Fernrohr dis auf dasandere Object O. Indem man dieses thnt, wird auchder innere Kreis und der an demselben befestigte Inder-träger ebenfalls mit fortgeführt, um einen Bogengm eingerheilten Limbus des äußern Kreifes, welchergleich ist dem Winkel I' 0 (>. Zinn befestige man denIndexträger am äußern Kreise, lose ihn vom innern,und lese ab. Die Differenz der Ablesungen wird dem-nach den Winkel k'b) 2 messen; aber das Resultat kannmit zweierlei Fehlern behaftet seyn, nämlich mit dem-jenigen der Gradnirnng und mit demjenigen derBeobachtung, die wir beide zu beseitigen beabsichti-gen. Zu diesem Zweck führe man das Fernrohr zurücknach ?, ohne den Jndexträger vom äußern Kreise zulosen; nachdem es genau auf? gerichtet ist, befestigeman den Jndexträger an st, und löse ihn von L, wor-auf das Fernrohr wieder nach A geführt wird. Da-durch wird aber der Jndexträger mit demselben nachdurch einen zweiten Boge» ö L geführt, wel-cher ebenfalls dem Winkel ? lst A gleich ist. Jetzt wirddie Ablesung vorgenommen, und die Differenz zwischendieser Ablesung und der ursprünglichen wirddas Doppelte des Winkels k v sepn, mit bei-den Fehlern der Beobachtung, aber nur mit dem-selben Fehler der Gradnirnng, wie vorher,behaftet. Dieses Verfahren wiederhole man, so oftman will, wir wollen annehmen, zehnmal: so wirdder endliche Bogen ^ k E O , der am Kreise abgelesenwird, das Zehnfache des verlangten Winkels betragen,afficirt von den vereinigten Fehlern aller zehn Beob-achtungen, aber nur von demselben constanten Fehlerder Gradnirnng, welcher von dein ersten und letztenAblesen allein abhängig ist. Nun streben aber dieFehler der Beobachtungen, wenn diese zahlreich sind,sich einander auszugleichen und aufzuheben, so daß,zvenn die Beobachtungen hinlänglich vervielfältigt wor-den sind, der Einfluß der ersteren auf's Resultat ver-schwindet. Es bleibt alsdann nur der constante Fehlerder Gradnirnng übrig, welcher in dem Endresultate