Eap. II. DaS Azimuthal-und Höheninstrmnent. 107
Das Aequatoreal wird auch benutzt, um dcu Ort einesunbekannten Himmelskörpers durch Vergleichung des-selben mit demjenigen eines bekannten zu bestimmen,was im vierten Capitcl ausführlicher beschrieben wer-den wird. Die Berichtigungen eines Aegnatorcals sindetwas complicirt und schwierig. Am besten erreichtman diesen Zweck, wenn man den Polarstern durchseinen ganzen Tagekreis verfolgt, und in gehörigenZwischenzeiten andere Hanptstcrne beobachtet, derenOrte gut bestimmt sind.*)
1SI) Die andere Lage, in welcher ein solcher zu-sammengesetzter Apparat, wie wir ihn in Art. 147.beschrieben haben, vortheilhaft aufgestellt werden kann,ist diejenige, in welcher die Hauptarc eine vertikaleLage hat, und folglich der eine Kreis tLZ dem Him-melshorizvntc, und der andere O Ist einem Vertikal-krcije des Himmels entspricht. Die au ersterem ge-messenen Winkel sind demnach Azimuthc oder Äzi-muthaldiff rcnzcn, und die an letzterem gemessenen sindZenirhabstande oder Hohen, je nachdem die Gradein-tbcilung vom obern Punkte seines Limbus oder voneinem Punkte beginnt, der von dem oberen umentfernt ist. Dieser Apparat ist deshalb unter demNamen eines Azi m uth al- und H ö h en in str u me n-te s bekannt. Die vertikale Lage seinerHanptare wirdentweder durch ein vom obern Ende herabhängendesBleiloth hergestellt, welches, wenn das Instrument umdiese Are gedreht wird, bestandig ein und dasselbe Ver-^ sichcrungszeichen am untern Ende schneiden muß, oderdurch eine Libelle, welche an derselben direet in Quer-richtung befestigt ist, deren Blase ihren Ort nichtver-andcrn darf, wenn das Instrument im Azimnth be-wegt wird. Der Nord - oder Endpunkt am Horizon-talkreife wird dadurch bestimmt, daß man den Vcr-tikalkreis nach denselben Merkmalen, welche für die
P Siehe Nittrow on tbe ^Pustmont os tbe Lguatorisl. —IVIem. Östron. 3ov. Vcil. II. p, Z5.