Druckschrift 
1 (1835)
Entstehung
Seite
68
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Astronomie.

Cap, Il-

de» Instrumenten zuschreiben und wiederum in zweiHauptclassen theilen kann. Die erste Einste umfaßtalle diejenigen Fehler, welche daraus hervorgeben, daßein Instrument nickt ganz das ist, wofür es ausge-geben wird, was also ein Fehler der Ausführungist. Hierher ist zu recknen, wenn z. B. ein Zapfenoder eine Axe, statt, wie es sick geHort, genau cylin-drisch zu seyn, etwas abgeplattet, oder elliptisch ist;wenn er nicht genau concentrisch mit dem Kreise ist,den er trägt (was er durchaus seyn soll); wenn einsogenannter Kreis nicht genau kreisförmig ist, odernicht in einer Ebene liegt; wenn seine Theilnngen, diegenau gleich weit von einander entfernt seyn müssen, inder Wirklichkeit diese Eigenschaft nicht beschen; und nochhundert andere Dinge derselben Art. Dieses sind nichtblos eingebildete Fehlerquellen, sondern wirkliche Pla-gen, mit denen jeder Beobachter zu kämpfen hat.

1V8) Die andere Abtheilung von Fehlern derInstrumente umfaßt solche - die daraus hervorgehen,daß ein Instrument nicht in die Stellung gebrachtworden ist, die es haben sollte; und daß diejenigenseiner Theile, die absichtlich beweglich gemacht wordensind, nicht die gehörige Anordnung unter sich haben.Dieses sind Fehler der Aufste < lun g. Manche sindunvermeidlich, indem sie aus allgemeiner Unstetigkeitdes Bodens, oder des Gcbäudeshervvrgehen, in welchemdie Instrumente aufgestellt sind. Dieser Umstand, ob-gleich er zu unbedeutend ist, um in jeder andern Be-ziehung Berücksichtigung zu verdienen, kommt doch inAnschlag bei genauen astronomischen Beobachtungen.Andere Fehler sind wiederum Folgen unvollkommenerAusführung, z.B. wenn ein Instrument, welches einmalvollkommen berichtigt ist, es nicht bleibt, sondern sichAbweichungen und Verrückungen zu Schulden kommenläßt. Aber der wichtigste in dieser Elasse der Fehlerentspringt daraus, daß man keine anderen natürli-chen Merkmale hat, als diejenige», welche die astro-nomischen Beobachtungen selbst darbieten, ob nämlich einInstrument die richtige Lage gegen den Horizont undseine Hauptpunkte, gegen die Erdape, oder gegen son-