VIII
sto Längcnspalto enthält il!o „Differenz zwischen dem trock-nen und dem befeuchteten Thermometer“ (t—t’) von 0° bis+ 6° von Zehntbeil zu Zehntheil des Grades nach Reaumur.
Beide Tafeln entsprechen ihrem Zwecke und vorzüglich sinddie [Auguslic\icn) von Dunker und Humblot weit ausgeführt,und für die Beobachtungen in den Temperaturen über 0° Rreichhaltig. Beiden gebührt die Ehre grofser Genauigkeit,die übrigens, bei der Natur des Gegenstandes, und dem je-zigen Zustande unsrer Einsichten in das Naturgesetz der Dunst-bildung, nur einen relativen Maafsstab hat. Den Druck dervon mir mit Hülle des Geometers Ihno Iiayen Fimmen (aufden ich das Zeugnifs anwenden kann, welches Biot den Re-petitoren an der Normalschule, Deßers und Pouillet ertlieilt;qui a un grand fonds de connaissances matheinatiques jointle z'ele et la constance necessaires pour les appliquer) berech-neten Tafeln, hatte ich sonach immerhin zurückhalten können.Meine Tafeln waren jedoch weiter ausgeführt als die vorhan-denen, ich hatte namentlich auch auf das Bedürfnifs für dieBeobachtungen der Temperaturen unter 0° Rücksicht genom-men, und dieselben durch erklärende Zusätze für jeden ver-ständlich gehalten, dem nicht Zeit und Gelegenheit zum Stu-dium aller Quellen zu Gebote stehen, und hiermit und miteinem auch für den Reisenden bequemen Format, durfte ichhoffen, auch der zahlreicheren Classe der Beobachter durchwesentlich erleichterte Berechnung aller Fälle nützlich zuwerden, und eben dadurch auf die mehr verbreitete Anwen-dung der Instrumente der neuern Ilygrometrie beförderndcinzuwirken. Die Benutzung dieser Instrumente, selbst deseinfachsten unter ihnen, des Psychrometers, gieng bisher nichtaus dem Kreise der Naturforscher vom Fache heraus, undselbst bei diesen war Geduld und grofser Zeitaufwand erfor-derlich, wenn die Feststellung der Resultate nicht weit hin-ter den Beobachtungen Zurückbleiben sollte.
Auch die Anwendung des Barometers zu Ilöhcnmessungcnblieb ein ausschliefsliches Besitzthum der Fachgelehrten, so