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ick." Ich äußerte bei dieser Gelegenheit, daß es in der That für die Sacheder deutschen Revolution sehr fördcrsam wäre, wenn unsere Regierungen etwasrascher verführen und einige Rcvcluticnairc wirklich aufhingen, damit dieübrigen sähen, daß die Sache gar kein Spaß und Alles an Alles gesetzt wer-den müsse . . . „Sic wollen gewiß, fiel mir Borne in die Rede, daß wir nackdem Alphabet gehenkt werden, und da wäre ich einer der ersten und käme schonim Buchstab B, man mag mich nun als Borne oder als Baruch hängen; undes hätte dann noch gute Weile bis man an Sie käme, tief ins H."
DaS waren nun Tischgespräche, die mich nickt sehr erquickten, und ich rächtemich dafür, indem ich für die Gegenstände dcö Börnc'schcn Enthusiasmuseine übertriebene, fast leidenschaftliche Gleichgültigkeit affcktirte. Z, B. Börnehatte sich geärgert, daß ich gleich bei meiner Ankunft in Paris nichts Bessereszu thnn wußte, als für deutsche Blätter einen langen Bericht Uber die dama-lige Gemälde-Ausstellung zu schreiben. Ich lasse dahin gestellt sein, ob dasKunstintcrcssc, das mich zu solcher Arbeit trieb, so ganz unvereinbar war mitden rcvolutionaircn Interessen des Tages; aber Börne sah hierin einen Be-weis meines Jndiffcrcntismus für die heilige Sache der Menschheit, und ichkonnte ihm ebenfalls die Freude seines patriotischen Sauerkrauts verleiden,wenn ich bei Tisch von nichts als von Bildern sprach, von Roberts Schnittern,von Horaz Vernets Judith, von Schcffcrs Faust. „WaS thaten Sic — fruger mich einst — am ersten Tag Ihrer Ankunft in Paris? was war Ihr ersterGang?" Er erwartete gewiß, daß ich ihm die I'lncs Iwuis XV. oder dasPantheon, die Grabmälcr Rousseau's und Voltaire's, als meine erste Aus-flucht nennen würde, und er machte ein sonderbares Gesicht, als ich ihm ehr-lich die Wahrheit gestand, daß ich nämlich gleich bei mcincr Ankunft nach derBibliotheque-royale gegangen und mir vom Aufseher der Manuskripte denManessischen Codcr der Minnesänger hervorholen ließ. Und das ist wahr;seit Jahren gelüstete mich, mit eigenen Augen die thcuern Blätter zu sehen,die uns unter Anderen die Gedichte Walters von der Vogclwcidc, des größtendeutschen Lyrikers, aufbewahrt haben. Für Börne war dieses ebenfalls einBeweis meines Jndifferentismus und er zieh mich des Widerspruchs mit mei-nen politischen Grundsätzen. Daß ich es nie der Mühe Werth hielt, letzteremit ihm zu diskutiren, versteht sich von selbst; und als er einst auch in meinenSchriften einen Widerspruch entdeckt haben wollte, begnügte ich mich mit derironischen Antwort: „Sic irren sich, Liebster, dergleichen findet sich nie inmeinen Büchern, denn jedesmal ehe ich schreibe, pflege ich vorher meine politi-schen Grundsätze in meinen früheren Schriften wieder nachzulesen, damit ichmir nicht widerspreche und man mir keinen Abfall von meinen liberalen Prin-zipien vorwerfen könne." Aber nickt blos beim Essen, sondern sogar inmeiner NachtSrnhe inkommodirtc mich Börne mit seiner patriotischen Erat-