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sich dort verliere im Geräusch der Genußwellen die sich überstürzen, daß dieZerstreuung dort zu groß sei — ja, sie ist wirklich zu groß in Paris, dennwährend wir uns dort zerstreuen, zerstreut sich auch unser Geld!
Ach, das Geld! Es weiß sich sogar hier in BarbgeS zu zerstreuen, solangweilig auch dieses Heilnest. Es übersteigt alle Begriffe, wie theucr derhiesige Aufenthalt! er kostet mehr als das Doppelte, was man in andernBadcörtcrn ausgicbt. Und welche Habsucht bei diesen Gebirgsbewohnern,die man als eine Art Naturkinbcr, als Neste einer Unschuldsrace zu preisenpflegt! Sie huldigen dem Geld mit einer Inbrunst, die an Fanatismusgrenzt, und das ist ihr eigentlicher Nationalcultus. Aber ist das Geld jetztnicht der Gott der ganzen Welt, ein allmächtiger Gott, den selbst der verstock-teste Atheist keine drei Tage lang verläugncn konnte, denn ohne seine gottlicheHülfe würde ihm der Bäcker nicht den kleinsten Semmel verabfolgen lassen.
Dieser Tage, bei der großen Hitze, kamen ganze Schwärme von Englän-dern nach BarbgcS; rothgcsunde, bccfsteakgcmästete Gesichter, die mit derbleichen Gemeinde der Badegäste schier beleidigend contrastirien. Der bedeu-tendste dieser Ankömmlinge ist ein enorm reiches und leidlich bekanntes Parla-mcntsglied von der toryistischcn Clique. Dieser Gentleman scheint die Fran-zosen nicht zu lieben, aber hingegen uns Deutsche mit der größten Zuneigungzu beehren. Er rühmte besonders unsre Redlichkeit und Treue. Auch wolleer zu Paris, wo er den Winter zu verbringen gedenke, sich keine französischenBedienten, sondern nur deutsche auschaffcn. Ich dankte ihm für das Zutrauen,das er uns schenke, und empfahl ihm einige LandSlcutc von der historischenSchule.
Zu den hiesigen Badegästen rechnen wir auch, wie männiglich bekannt ist,den Prinzen von Nemours, der einige Stunden von hier, zu Lüz, mit seinerFamilie wohnt, aber täglich hierher fährt, um sein Bad zu nehmen. Als erdas erstemal in dieser Absicht nach Barbgcs kam, saß er in einer offenen Ka-lesche, obgleich das miserabelste Ncbclwetter an jenem Tage herrschte; ichschloß daraus, daß er sehr gesund sein müsse, und jedenfalls keinen Schnupfenscheue. Sein erster Besuch galt dem hiesigen MilitairhoSpital, wo er leut-selig mit den kranken Soldaten sprach, sich nach ihren Blessuren erkundigte,auch nach ihrer Dienstzeit u. s. w. Eine solche Demonstration, obgleich sienur ein altes Trompetersiückchcn ist, womit schon so viele erlauchte Personenihre Virtuosität beurkundet haben, verfehlt doch nie ihre Wirkung, und alsder Fürst bei der Badeanstalt anlangte, wo das neugierige Publicum ihn er-wartete, war er bereits ziemlich populair. Nichtsdestoweniger ist der Herzogvon Nemours nicht so beliebt, wie sein verstorbener Bruder, dessen Eigen-schaften sich mit mehr Offenheit kund gaben. Dieser herrliche Mensch, oderbesser gesagt dieses herrliche Menschcngedicht, welches Ferdinand Orleans
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