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Geistes konnte auch hier die innere Trauer über die Fruchtlosigkeit aller An-strengungen keineswegs verbergen. Selbst bei den Gegnern haben CousinsReden einen ehrenden Eindruck hervorgebracht, und die Feindschaft, die sie ihmwidmen, ist ebenfalls eine Anerkennung. Den Villcmain verachten sie, denCousin aber fürchten sie. Sie fürchten ihn nicht wegen seiner Gesinnung,nicht wegen seines Charakters, nicht wegen seiner individuellen Vorzüge oderFehler, sondern sie fürchten in ihm die deutsche Philosophie. Du lieber Him-mel! man erzeigt hier unserer deutschen Philosophie und unserm Cousin allzugroße Ehre. Obgleich letzterer ein gcborncr Dialektiker ist, obgleich er zugleichfür Form die größte Bcgabniß besitzt, obgleich er bei seiner philosophischenSpccialität auch noch von großem Kunstsinn unterstützt wird, so ist er dochnoch sehr weit davon entfernt, die deutsche Philosophie so gründlich tief inihrem Wesen zu erfassen, daß er ihre Systeme in einer klaren, allgemein ver-ständlichen Sprache formuliren könnte, wie es nöthig wäre für die Franzosen,die nicht wie wir die Geduld besitzen, ein abstractcs Idiom zu studircn, WaSsich aber nicht in gutem Französisch sagen läßt, ist nicht gefährlich für Frank-reich. Die Scction der Loisnoss rnoralos et pallii-zues der französischenAkademie hat bekanntlich eine Darstellung der deutschen Philosophie seit Kantzu einer Preisfrage gewählt, und Cousin, der hier als Hauptdirigcnt zu be-trachten ist, suchte vielleicht fremde Kräfte, wo sciue eignen nicht ausreichten.Aber auch andere haben die Aufgabe nicht gelöst, und in der jüngsten feier-lichen Sitzung der Akademie ward uns angekündigt, daß auch dies Jahr keinePreisschrist über die deutsche Philosophie gekrönt werde» könne.
Gefäilguisirefvrnt und Strafgesetzgcbung.
(Paris, Juli 1843.)
Nachdem der Gcsetzvorschlag llber die Gcfängnißreform während vicrWochenin der Deputirtcnkammer dcbattirt worden, ist derselbe endlich mit sehr un-wesentlichen Abänderungen und durch eine bedeutende Majorität angenommenworden. Damit wir es gleich von vorn herein sagen, nur der Minister desInnern, der eigentliche Schöpfer jenes Gesctzvorschlags, war der Einzige, dermit festen Fußen auf der Höhe der Frage stand, der bestimmt wußte, was erwollte und einen Triumph der Ueberlcgcnheit feierte. Dem Rapporteur,Herrn von Tocgncvillc, gebührt das Lob, daß er mit Festigkeit seine Gedankendurchfocht; er ist ein Mann von Kops, der wenig Herz hat und bis zum Ge-frierpunkt die Argumente seiner Logik verfolgt; auch haben seine Reden einen