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man auch dm wackcrn Sultan Schariar in der öffentlichen Meinung zu reha-dilitiren suchen. Ich selbst kann mich in diesem Augenblick einem selchen ver-dienstlichen Werke nicht unterziehen, da ich schon mit der Rehabilitation desseligen Königs Prokrustus beschäftigt bin; ich werde nämlich beweisen, daßdieser Prokrustus bisher so falsch beurthcilt worden, weil er seiner Zeit voraus-geschritten, und in einer heroisch aristokratischen Periode die heutigsten Plebejer-Ideen zu verwirklichen suchte. Keiner hat ihn verstanden, als er die Großenverkleinerte, und die Kleinen so lange ausreckte, bis sie in sein eisernes Gleich-heitsbctt paßten.
Der Rcpublikanismus macht in Frankreich täglich bedeutendere Fortschritte,und NobcSpicrrc und Marat sind vollständig rchabilitirt. O, edler Schariarund echt demokratischer Prokrustus! auch ihr werdet nicht lange mehr verkanntbleiben. Erst jetzt versteht man Euch. Die Wahrheit siegt am Ende.
Madame Lafarge wird seit ihrer Verurthcilung noch leidenschaftlicher alsfrüher besprochen. Die öffentliche Meinung ist ganz zu ihren Gunsten, seit-dem Hr. RaSpail sein Gutachten in die Wagschalc geworfen. Bedenkt maneinerseits, daß hier ein strenger Republikaner gegen seine eigenen Parteiintcr-cssen austritt und durch seine Behauptungen eins der volksthiimlichsten In-stitute des neuen Frankreichs, dicJury, unmittelbar compromittirt; und bedenktman andererseits, daß der Mann, auf dessen Ausspruch die Jury das Vcr-dammungSurthcil basirte, ei» berüchtigter Jntriguant und Charlatan ist, eineKlette am Kleide der Großen, ein Dorn im Fleische der Unterdrückten, schmei-chelnd nach oben, schmähsüchtig nach unten, falsch im Reden wie im Singen:o Himmel! dann zweifelt man nicht länger, daß Marie Capelle unschuldigist, und an ihrer Statt der berühmte Toxologc, welcher Dccan der medicini-schen Facultät von Paris, nämlich Herr Orfila, auf den Marktplatz von Tüllean den Pranger gestellt werden sollte! Wer aus näherer Beobachtung dieUmtriebe jenes citcln SelbstsüchtlingS nur einigermaßen kennt, ist in tiefsterSeele überzeugt, daß ihm kein Mittel zu schlecht ist, wo er eine Gelegenheitfindet, sich in seiner wissenschaftlichen Specialität wichtig zu machen und über-haupt den Glanz seiner Berühmtheit zu fördern! In dcr That, dieser schlechteSänger, der, wenn er in den Soirscn von Paris seine schlechten Romanzenmekert, kein menschliches Ohr schont und jeden tödtcn möchte, der ihn auslacht:er würde auch kein Bedenken tragen, ein Menschenleben zu opfern, wo es gälte,das versammelte Publicum glauben zu machen, Niemand sei so geschickt wieer, jedes verborgene Gift an den Tag zu bringen! Die öffentliche Meinunggeht dahin, daß im Leichnam des Lafarge gar kein Gift, desto mehr hingegenim Herzen des Hrn. Orfila vorhanden war. Diejenigen, welche dem Urtheilder Jury von Tülle beistimmen, bilden eine sehr kleine Minorität und gebe»den sich nicht mehr mit der früher» Sicherheit. Unter ihnen giebt es Leute,