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jetzt in Frankreich von deutschen Bettlern, die sich mit Singen ernähren undden Ruhm der deutschen Tonkunst nicht sehr fördern.
lieber die politische Stimmung der Bretagne kann ich nicht viel berichten,die Leute sprechen sich hier nicht so leicht aus wie in der Normandie; die Leiden-schaften sind hier eben so schweigsam wie tief, und der Freund wie der Feindder Tageöregierung brütet hier mit stummem Grimm. Wie im Beginn derRevolution gicbt es auch jetzt noch in der Bretagne die glühendsten Enthusiastender Revolution, und ihr Eifer wird durch die Schrecknisse, womit die Gegen-partei sie bedroht, bis zur blutdürstigsten Wuth gesteigert. Es ist ein Jrr-thum, wenn man glaubt, daß die Bauern in der Bretagne aus Liebe für dieehemalige Adclshcrrschaft bei jedem legitimistischcn Aufruf zu den Waffengriffe». Im Gegcntheil, die Brauel des alten Regimes sind noch im farbig-sten Andenken, und die edlen Herren haben in der Bretagne entsetzlich genuggcwirthschaftet. Sic erinnern sich vielleicht der Steile in den Briefen derFrau von Sevigns, wo sie erzahlt, wie die unzufriedenen Vilains und Ro-turiers dem Generalgouverncur die Fenster eingcschmisscn und die Schuldigenaufs Grausamste hingerichtet wurden. Die Zahl derjenigen, die durchs Radstarben, muß sehr groß gewesen sein, denn da man später mit dem Strangeverfuhr, bemerkte Frau von Sevigns ganz naiv: nach dem vielen Rädern seidas Hängen für sie eine wahre Erfrischung. Die mangelnde Liebe wird durchVersprechungen ersetzt, und ein armer Brctoue, der bei jedem lcgitimistischenSchildcrhcbcn sich thätig gezeigt, und nichts als Wunden und Elend dabeigewann, gestand mir, daß er diesmal seines Lohnes gewiß sei, da Heinrich V.bei seiner Rückkehr jedem, der für seine Sache gefochten, eine lebenslänglichePension von fünfhundert Franken bezahlen werde.
Hegt aber das Volk in der Bretagne nur sehr laue und eigennützige Spm-pathien für die alte Noblesse, so folgt es desto unbedingter allen Inspirationender Geistlichkeit, in deren geistiger und leiblicher Botmäßigkeit es geboren wird,lebt und stirbt. Wie dem Druiden in der alten Celten-Zeit, gehorcht derBretone jetzt seinem Pfarrer, und nur durch dessen Vermittelung dient er demEdelmann. Georg Cadudal war wahrlich kein serviler Lakai des Adels, ebenso wenig wie Charettc, der sich über den letztern mit der bittersten Gering-schätzung aussprach, und an Ludwig XVIII. unumwunden schrieb: "InInobstts cke vos Zentilsbommes n xercku votrs enuss;" aber vor ihren ton-surten Oberhäuptern beugten diese Leute dcmüthig das Knie. Selbst diebretonischcn Jakobiner konnten sich nie ganz von ihren kirchlichen Vellcitätenlossagen, und es blieb immer ein Zwiespalt in ihrem Gemüthe, wenn dieFreiheit in Conflict gerieth mit ihrem Glauben. — —
Wird es aber zum Krieg kommen? Jetzt nicht: doch der böse Dämon istwieder entfesselt und spukt in den Gemüthern. Das französische Ministerium