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sci» Vermögen nicht im Auslände verzehre. Du die Musik, die Sucht, alsOpcrncomponist zu glänzen, eine bekannte Schwäche des reichen Mannes sci,suche er, der König, diese schwache Seite zu benutzen, um den Ehrgeizige»durch Auszeichnungen zu ködern. — Es ist traurig, soll der König hinzuge-setzt haben, daß ein vaterländisches Talent, das ein so großes, fast genialesVermögen besitzt, in Italien und Paris seine guten preußischen harten Thalervergeuden mußte, um als Componist gefeiert zu werden — „was man fürGeld haben kann, ist auch bei uns in Berlin zu haben, auch in unfern Treib-häusern wachsen Lorbeerbäume für den Narren, der sie bezahlen will, auchunsrc Journalisten sind geistreich und lieben ein gutes Frühstück oder gar eingutes Mittagessen, auch unsre Eckensteher und saure-Gurkcnhändler habenzum Beifallklatschen ebenso derbe Hände wie die Pariser Clague — ja wennunsre Tagediebe, statt in der Tabagie, ihre Abende im Opernhause zubrächten,um die Hugenotten zu applaudiren, würde auch ihre Ausbildung dadurch ge-winnen — die nieder» Klassen müssen sittlich und ästhetisch gehoben werden,und die Hauptsache ist, daß Geld unter die Leute komme, zumal in der Haupt-stadt. —" Solcherweise, versicherte Spontini, habe sich seine Majestätgeäußert, um sich gleichsam zu entschuldigen, daß er ihn, den Verfasser derVcstalin, dem Meperbeer sacrificire. Als ich bemerkte, daß es im Grunde sehrlöblich sei, wenn ein Fürst ein solches Opfer bringe, um den Wohlstand seinerHauptstadt zu fördern — da fiel mir Spontini in die Rede: O, Sie irrensich, der König von Preußen protcgirt die schlechte Musik nicht aus staatsöko-nomischen Gründen, sondern vielmehr weil er die Tonkunst haßt, und wohlweiß, daß sie zu Grnnde gehen muß durch Beispiel und Leitung eines Mannes,der ohne Sinn für Wahrheit und Adel nur der rohen Menge schmeicheln will.
Ich konnte nicht umhin, dem hämischen Italiener offen zu gestehen, daß esnicht klug von ihm sei, dem Nebenbuhler alles Verdienst abzusprechen. —Nebenbuhler! rief der Wüthendc, und wechselte zehnmal die Farbe, bis endlichdie gelbe wieder die Oberhand behielt — dann aber sich fassend, frug er mithöhnischem Zähncflctschen: Wissen Sie ganz gewiß, daß Mcyerbecr wirklich derComponist der Musik ist, die unter seinem Namen aufgeführt wird? Ichstutzte nicht wenig ob dieser Tollhausfrage, und mit Erstaunen hörte ich,Meperbeer habe in Italic» einigen armcu Musikern ihre Kompositionen abge-kauft, und daraus Opern verfertigt, die aber durchgefallen seien, weil derQuark, den man ihm geliefert, gar zu miserabel war. Später habe ervon einem talentvollen Abbate zu Venedig etwas besseres erstanden, welcheser dem Crociato einverleibte. Er besitze auch Webcr's hintcrlasscnc Manu-scriptc, die er der Wittwe abgeschwatzt, und woraus er gewiß später schöpfenwerde. Robert lc Diablc und die Hugenotten seien größtcnthcils die Pro-duction eines Franzosen, welcher Gonin heiße und herzlich gern unter Meyer-
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