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Von rauhc» Gruben, Felsen, Hügeln, die
Mit ihren Häuptern an den Himmel rühren.
Hat' ich sodann zu sprechen Anlaß, auch
Von Cannidalcn, die einander fressen,
Anthropophagcn, und dem Volke, dem
Tie Kopfe wachsen unter ihren Schultern.
Von solchen Dingen zu vernehmen, zeigte
Bei Tesdcmona sich sehr große Neigung;
Doch riefen Hausgcschäfte stets sie ab.
Die sie beseitigte mit schnellster Hast;
Kam sie zurück, mit gier'gcm Ohr verschlang sie
Was ich erzählte. Dieß bemerkend, nahm
Ich eine weiche Stunde wahr, und fand
Gelegne Mittel, ihr aus ernster Brust
Die Bitte zu entwinden: Daß ausführlich
Ich schild're ihr die ganze Pilgerschaft,
Von der sie stllckweis' etwas wohl gehört,
Doch nicht zusammenhängend. Ich gewährt' es.
Und oft Hab' ich um Thräncn sie gebracht.
Wenn ich von harten, traur'gcn Schlägen sprach.
Die meine Jugend trafen! Auscrzählt,
Lohnt eine Welt voll Seufzer meine Müh'.
Sie schwor: In Wahrheit! seltsam, mehr als seltsam!
Und kläglich sei es, kläglich wundersam!
Sie wünschte, daß sie nichts davon gehört.
Und wünschte doch, daß sie der Himmel auch
Zu solchem Mann gemacht. Sie dankte mir.
Und bat, wofern ein Freund von mir sie liebe,
Ihn nur zu lehren, wie er die Geschichte
Von meinem Leben mllß' erzählen.
Dann wcrb' er sie. Ich sprach auf diesen Wink:
Sie liebe mich, weil ich Gefahr bestand,
Und weil sie mich bedaure, lieb' ich sie.
Dieses Trauerspiel soll eine der letzten Arbeiten Shakcspeare'S gewesen sein,wie Titus AndronikuS für sein Erstlingswerk erklärt wird. Dort wie hier istdie Leidenschaft einer schönen Frau zu einem häßlichen Mohren mit Vorliebebehandelt. Der reife Mann kehrte wieder zurück zu einem Problem, das einstseine Jugend beschäftigte. Hat er jetzt wirklich die Lösung gefunden? Istdjese Lösung eben so wahr als schon? Eine düstre Trauer erfaßt mich manch-