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daß ich in der Heiterkeit meines Herzens, nicht de» mindesten Nnmuth widerHerrn Pfizer empfinde. Im Gegcntheil, sollte ich je im Stande sein ihm einenLiebesdienst zu erweisen, so werde ich ihn gewiß nicht lange zappeln lassen.
Und nun laß uns ernsthaft reden, lieber Leser; was ich dir jetzt
noch zu sagen habe, vertragt sich nicht mit dem scherzenden Tone, mit derleichtsinnig guten Laune, die mich beseelte, wahrend ich diese Blätter schrieb.Es liegt mir drückend etwas im Sinne, was ich nicht mit ganz freier Zungezu erörtern vermag, und worüber dennoch das unzweideutigste Geständnißnöthig wäre. Ich hege nämlich eine wahre Scheu, bei Gelegenheit — derschwäbischen Schule, auch von Ludwig Uhland zu sprechen, von dem großenDichter,den ich schier zu beleidigen furchte, wenn ich seiner in so kläglicher Ge-sellschaft gedenke. Und dennoch, da die erwähnten Dichterlinge den LudwigUhland zu den ihrigen zählen oder gar für ein Haupt ihrer Genossen aus-geben, so konnte man hier jedes Verschweigen seines Namens als eine Un-redlichkeit betrachten. Weit entfernt an seinem Wcrthe zu mäkeln, möchteich vielmehr die Verehrung, die ich seinen Dichtungen zolle, mit den volltö-nendsten Worten an den Tag geben. Es wird sich mir bald dazu eine pas-sendere Gelegenheit bieten. Ich werde alsdann zur Genüge zeigen, daß sichin meiner früheren Beurthcilung des trefflichen Sängers zwar einige gräm-liche Töne, einige zeitliche Verstimmungen einschleichen konnten, daß ich abernie die Absicht hegte, an seinem inneren Werthe, an seinem Talente selbst eineUngerechtigkeit zu begehen. Nur über die literarhistorischen Beziehungen,über die äußeren Verhältnisse seiner Muse, habe ich unumwunden eine An-sicht, die vielleicht seinen Freunden mißfällig, aber darum dennoch nicht minderwahr ist, aussprechen müssen. Als ich nämlich Ludwig Uhland im Zusam-menhang mit der „Romantischen Schule" in dem Buche welches eben diesenNamen führt, flüchtig beurtheilte, habe ich deutlich genug nachgewiesen: daßder vortreffliche Sänger nicht eine neue, cigenthümlichc Sangesart aufgebrachthat, sonder» nur die Töne der romantischen Schule gelehrig nachsprach; daßseitdem die Lieder seiner Schulgcnossen verschollen sind, Uhlands Gedichtc-sammlung als das einzig überlebende lyrische Denkmal jener Töne der ro-mantischen Schule zu betrachten ist; daß aber der Dichter selbst, eben so gutwie die ganze Schule, längst todt ist. Eben so gut wie Schlegel, Ticck, wieFouqus, ist auch Uhland längst verstorben, und hat vor jenen edlen Leichennur das größere Verdienst, daß er seinen Tod wohl begriffen und seit zwanzigJahren nichts mehr geschrieben hat. Es ist wahrlich ein eben so widerwär-tiges wie lächerliches Schauspiel, wenn jetzt meine schwäbischen Dichterlingeden Uhland zu den ihrigen zählen, wenn sie den großen Tobten aus seinemGrabmal hervorholen, ihm ein Fallhiitchcn aufs Haupt stülpen und ihn inihr niedriges Schulstübchcn hcreinzcrrcn, — oder wenn sie gar den erblichenen
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