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meinen Widersachern gegenüber in derselben Lage, die Freund Scmilasso ir-gendwo in seiner afrikanischen Reiscbeschreibung mit der richtigen Empfindungerwähnt. Er erzählt uns ncmlich, daß, als er in einem Beduinenlager über-nachtete, rings um sein Zelt eine große Menge Hunde unaufhörlich bellten undheulten und winselten, was ihn aber am Schlafen gar nicht gehindert habe;„wäre es nur ein einziger Kläffer gewesen," seht er hinzu, „so hätte ich die ganzeNacht kein Auge zuthun können." Das ist es! weil der Kläffer so viele sind,und weil der Mops den Spitz, dieser wieder den gemüthlichen Dachs, letztererdas edle Windspiel oder die fromme Dogge übcrbellt, und die schnöden Lauteder verschiedenen Bestien im Gesammtgeheul verloren gehen, kann mir ein gan-zer Hundelärm wenig anhaben.
Nein, Herr Gustav Pfizer eben so wenig wie die anderen hat mir jemalsden Schlaf gekostet, und man darf es mir aufs Wort glauben, daß bei Erwäh-nung dieses Dichterlings auch nicht die mindeste Bitterkeit in meiner Seelewaltet. Aber ich kann ihn, der Vollständigkeit wegen, nicht unerwähnt lassen;die schwäbische Schule zählt ihn nemlich zu den ihrigen, was mir sonderbar ge-nug dünkt, da er, im Gegensätze zu dieser Genossenschaft, mehr als rcflektirendeFledermaus, denn als gcmllthlicher Maikäfer umherflattert, und vielmehr nachder schillerschcn Todtcngruft als nach Gclbvciglein riecht. Mir wurden malseine Gedichte aus Stuttgart zugeschickt, und die freundlichen Bcglcitungszci-len veranlaßten mich, einen flüchtigen Blick hineinzuwerfen; ich fand sie herz-lich schlecht. Dasselbe kann ich auch von seiner Prosa sagen; sie ist herzlichschlecht. Ich gestehe freilich, daß ich nichts anderes von ihm gelesen habe,als eine Abhandlung, die er gegen mich geschrieben. Sic ist geistlos und un-beholfen und miserabel stplistrt; letzteres ist um so unverzeihlicher, da die ganzeSchule die Materialien dazu kotisirt. Das Beste in der ganzen Abhandlungist der wohlbekannte Kniff, womit man verstümmelte Sätze aus den heterogen-sten Schriften eines Autors zusammenstellt, um demselben jede beliebige Ge-sinnung oder Gesinnungslosigkeit aufzubürden. Freilich der Kniff ist nicht neu,doch bleibt er immer probat, da von Seiten des angefochtenen Autors keineWiderlegung möglich ist, wenn er nicht etwa ganze Folianten schreiben wollte,um zu beweisen: daß der eine von den angeführten Sätzen humoristisch ge-meint, der andere zwar ernst gemeint sei, aber sich auf einen Vordersatz beziehe,der ihm eben seine richtige Bedeutung verleiht; daß ferner die aneinander ge-reihten Sätze, nicht blos auS ihrem logischen, sondern auch aus ihrem chrono-logischen Zusammenhang gerissen worden, um einige scheinbare Widersprüchehervorzuklauben; daß aber eben dicscWiderspriiche von der höchsten Konsequenzzeugen würden, wenn man Zeitfolge, Zeitumstände, Zcitbedingungcn bedächte— ach ! wenn man bedächte, wie die Strategie eines Autors, der für die Sacheder europäischen Freiheit kämpft, wunderlich verwickelt ist, wie seine Taktik