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wo dcr Ritter der Vaterlandsliebe, des Glaubens und der Jugend sich bewährenwolle in all seiner Mannhaftigkeit. Aber leider bis auf diese Stunde warteteich vergebens, und die Witzlinge in deutschen Blättern moquirten sich oben-drein über meine Leichtgläubigkeit. Spottvögel haben sich sogar den Spaßerlaubt, mir im Namen dcr unglücklichen Gattin des Denunzianten einenBrief zu schreiben, worin die arme Frau sich über die häuslichen Nöthen, diesie seit dem Erscheinen meiner kleinen Schrift zu erdulden habe, schmerzlich be-klagt. Jetzt sei gar kein Auskommen mehr mit ihrem Manne, der zu Hausezeigen wolle, daß er ein Held sei. Die geringste Anspielung auf Feigheitbrächte ihn zur Wuth. Eines Abends habe er das kleine Kind geprügelt, weiles „Häschen an dcr Wand" spielte. Jüngst sei er wie rasend aus der Stände-kammer gekommen und habe wie ein Ajax getobt, well dort alle Blicke auf ihngerichtet gewesen, als die Gesetzfrage „ob man jemanden ungestraft dem öffent-lichen Gelächter preisgeben dürfe?" diskutirt wurde. Ein andermal habe erbitterlich geweint, als einer von den undankbaren Juden, die er cmanzipirenwolle, ihm ins Gesicht gemauschelt: Sie sind doch kein Patriot, Sie thunnichts fürs Volk, Sie sind nicht dcr Aette sondern die Memme des Vaterlan-des, Aber gar des Nachts beginne der rechte Jammer und dann seufze er undwimmere und stöhne, daß sich ein Stein drob erbarmen könnte. Das sei nichtlänger zum Aushalten, schloß der angebliche Brief dcr armen Frau, sie wollelieber sterben, als diesen Zustand länger ertragen, und um der Sache einEnde zu machen, sei sie erbötig, statt ihres furchsamen Gemahls, sich selber mitmir zu schlagen. Gehorsame Dienerin. ,
Als ich diesen Brief las, und in meiner Einfalt die offenbare Mystifikationnicht gleich merkte, rief ich mit Begeisterung: edles Weib! würdige Schwäbin!würdig deiner Mütter, die einst zu Weinsberg ihre Männer huckcpak trugen!
Die Weiber im Schwabeulande scheinen überhaupt mehr Energie zu besitzenals ihre Männer, die nicht selten nur auf Geheiß ihrer Ehehälften zumSchwerte greifen. Weiß ich doch eine schöne Schwäbin, die mir seit Jahrenwüthenoer als zwanzig Teufel den Krieg macht, und mich mit unversöhnlicherFeindschaft verfolgt.
Ein Naturforscher hat ganz richtig die Bemerkung gemacht, daß im Som-mer, besonders in den HundStagcn, weit mehr gegen mich geschrieben wird, alsim Winter.
Daß es nicht die altpoetische Vornehmigkeit ist, welche mich davon abhält,dergleichen Angriffe zu besprechen, habe ich bereits an einem anderen Orte er-wähnt. Eines Thcils liegt mir ein gewisser Knebel im Munde sobald ich michgegen Anschuldigung von Jmmoralität, oder irreligiöser Frivolität oder garpolitischer Inkonsequenz, durch Erörterung dcr letzten Gründe von all meinemDichten und Trachten vertheidigen wollte. Anderen ThcilS befinde ich mich