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Daß dieses bei Herrn Wolfgang Menzel nicht der Fall ist, daß er weder demAeußeren noch dem Inneren nach ein Deutscher ist, habe ich in der kleinenallerliebsten Schrift ,,Ucber den Denunzianten" gehörig bewiesen. Ich hätte,beiläufig gestanden, diese kleine Schrift nicht herausgegeben, wenn mir dieAbhandlungen über denselben Gegenstand, die großen Bomben von LudwigBorne und David Strauß, vorher zu Gesicht gekommen wären. Aber dieserkleinen Schrift, welche die Vorrede zum dritten Theil des Salons bilden sollte,ward von dem Censor dieses Buches das Imprimatur verweigert — „ausPietät gegen Wolfgang Menzel" — und das arme Ding, obgleich in politi-scher und religiöser Beziehung zahm genug abgefaßt, mußte während siebenMonaten von einem Censor zum andern wandern, bis es endlich nothdürftigunter die Haube kam. Wenn du, geneigter Leser, das Büchlein in der Buch-handlung von Hoffmann und Campe zu Hamburg selber holst, so wird dirdort mein Freund Julius Campe bereitwillig erzählen, wie schwer es war, denDenunzianten in die Presse zu bringen, wie das Ansehen desselben durchgewisse Autoritäten geschützt werden sollte, und wie endlich durch unableugbareUrkunden, durch ein Autograph des Denunzianten, der sich in den Händenvon Theodor Mündt befindet, der Titel meiner Schrift auf's glänzendstegerechtfertigt wird. Was der Gefeierte dagegen vorgebracht hat, ist Dirvielleicht bekannt, mein theurer Leser. Als ich ihm, Stück vor Stück, dieFetzen des falschen Patriotismus und der erlogenen Moral vom Leibe riß,—da erhub er wieder ein ungeheures Geschrei: die Religion sei in Gefahr, diePfeiler der Kirche brächen zusammen, Heinrich Heine richte das Christcnthumzu Grunde! Ich habe herzlich lachen müssen, denn dieses Zetergeschrei erin-nerte mich an einen andern armen Sünder, der auf dem Marktplatz zu Lllbekmit Staupenschlag und Brandmark abgestraft wurde, und plötzlich, als dasrvthe Eisen seinen Rücken berührte, ein entsetzliches Mordio erhob und be-ständig schrie: „Feuer! Feuer! es brennt, es brennt, die Kirche steht inFlammen!" Die alten Weiber erschraken auch diesmal über solchen Feuer-lärm, vernünftige Leute aber lachten und sprachen: der arme Schelm! nursein eigner Rücken ist entzündet, die Kirche steht sicher aus ihrem alten Platze,auch hat dort die Polizei, aus Furcht vor Brandstiftung, noch einige Spritzenaufgestellt, und aus frommer Vorsorge darf jetzt in der Nähe der Religionnicht einmal eine Cigarre geraucht werden! Wahrlich, das Christcnthumward nie ängstlicher geschützt als eben jetzt.
Bei dieser Gelegenheit kann ich nicht umhin, dem Gerüchte zu widersprechen,als habe Herr Wolfgang Menzel, auf Andrang seiner Collegcn, sich endlichentschlossen, jene Großmuth zu benutzen, womit ich ihm gestattete, sich wenig-stens von dem Vorwurf der persönlichen Feigheit zu reinigen. Ehrlich gestan-den, ich war immer darauf gefaßt, daß mir Ort und Zeit anberaumt würde,
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