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drungen, statt daß die Renommee» der schwäbischen Schule jenen Kosmo-politismus verachten und hübsch patriotisch und gcmüthlich zu Hause bleibenbei den Gelbveiglcin und Mctzclsuppen des thcuren Schwabcnlandes. — Undnun kam ich endlich dahinter, von welcher bescheidenen Größe jene Berühmt-heiten sind, die sich seitdem als schwäbische Schule aufgethan, in demselbenGedankenkreise umhcrhüpscn, sich mit denselben Gefühlen schmücken und auchPfeifenquäste von derselben Farbe tragen.
Der bedeutendste von ihnen ist der evangelische Pastor Gustav Schwab.Er ist ein Hering in Vcrgleichung mit den anderen, die nur Sardellen sind;versteht sich, Sardellen ohne Salz. Er hat einige schöne Lieder gedichtet, auchetwelche hübsche Balladen; freilich mit einem Schiller, mit einem großenWallfisch, muß man ihn nicht vergleichen. Nach ihm kommt der DoktorJustinus Kerner, welcher Geister und vergiftete Blutwürste sieht, und einmaldem Publikum auf's ernsthafteste erzählt hat, daß ein paar Schuhe, ganzallein, ohne menschliche Hülfe, langsam durch das Zimmer gegangen sind, biszum Bette der Seherin von Prevorst. Das fehlt noch, daß man seine Stiefeldes Abends festbinden muß, damit sie einem nicht des Nachts trapp! trapp!vor'S Bett kommen und mit lederner Gcspcnsterstimme die Gedichte des HerrnJustinus Kerner vordeklamiren! Letztere sind nicht ganz und gar schlecht, derMann ist überhaupt nicht ohne Verdienst, und von ihm möchte ich dasselbesagen, was Napoleon von Murat gesagt hat, nämlich: „er ist ein großerNarr, aber der beste General der Kavallerie." Ich sehe schon, wie sämmtlicheInsassen von Weinsbcrg über dieses Urtheil den Kopf schütteln und mitBefremden mir entgegnen: unser thcurer Landsmann, Herr Justinus, istfreilich ein großer Narr, aber keineswegs der beste General der Cavalleric!Nun, wie Ihr wollt, ich will Euch gern einräumen, daß er kein vorzüglicherCavallcricgcncral ist.
Herr Carl Mapcr, welcher auf Latein varolus ^laZnus heißt, ist ein andererDichter der schwäbischen Schule und man versichert, daß er den Geist und denCharakter derselben am treuesten offenbare; er ist eine matte Fliege und besingtMaikäfer. Er soll sehr berühmt sein in der ganzen Umgegend von Waiblin-gen, vor dessen Thoren man ihm eine Statue setzen will, und zwar eineStatue von Holz und in Lebensgröße. Dieses hölzerne Ebenbild des Sän-gers soll alle Jahre mit Oelfarbc neu angestrichen werden, alle Jahr, imFrühling, wenn die Gelbveiglcin düften und die Maikäfer summen. Aufdem Piedestal wird die Inschrift zu lesen sein: dieser Ort darf nicht verun-reinigt werden!
Ein ganz ausgezeichneter Dichter der schwäbischen Schule, versichert manmir, ist Herr^" — er sei erst kürzlich zum Bewußtsein, aber noch nicht zurErscheinung gekommen; er habe nämlich seine Gedichte noch nicht drucken