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Die übrigen Particularitäten seines Lebens, wie die des Lebens der meistenseiner Genossen, bitte ich nur zu erlassen. Ich habe vielleicht in der Lcur-thcilung seiner Freunde, der beiden Schlegel, die Grenze überschritten wie weitman das Leben dieser Leute besprechen darf.
Ach! wie betrübsam ist cS, wenn man nicht blos jene Dioskurcn, sondernwenn man überhaupt die Sterne unserer Literatur in der Nähe betrachtet!Die Sterne des Himmels erscheinen uns aber vielleicht deßhalb so schon undrein, weil wir weit von ihnen entfernt stehen und ihr Privatleben nicht kennen.Es gicbt gewiß dort oben ebenfalls manche Sterne, welche lügen und betteln;Sterne, welche heucheln; Sterne, welche gezwungen sind, alle möglichenSchlechtigkeiten zu begehen; Sterne, welche sich einander küssen und verra-thcn; Sterne, welche ihren Feinden und, was noch schmerzlicher ist, sogarihren Frcnndeu schmeicheln, eben so gut wie hier unten. Jene Comctcn, dieman dort oben manchmal wie Mänadcn des Himmels, mit aufgelöstem Strah-Icnhaar, umherschweifen sieht, das sind vielleicht liederliche Sterne, die am Endesich reuig und devot in cincn obscuren Winkel des Firmaments verkriechen unddie Sonne hassen.
Indem ich hier von deutschen Philosophen gesprochen, kann ich nicht umhin,einen Jrrthum zu berichtigen, den ich in Betreff der deutschen Philosophie hierin Frankreich allzusehr verbreitet finde. Seit ncmlich einige Franzose» sichmit der Schellingschen und Hcgelschcn Philosophie beschäftigt, die Resultateihrer Studien in französischer Sprache mitgctheilt, auch wohl auf französischeVerhältnisse angewendet: seitdem klagen die Freunde des klaren Denkens undder Freiheit, daß man aus Dcuschland die aberwitzigsten Träumereien undSophismen einführe, womit man die Geister zu verwirren, und jede Lügeund jeden Despotismus mit dem Schrine der Wahrheit und des Rechts zuumkleiden verstünde. Mit einem Worte, diese edlen, für die Interessen desLiberalismus besorgten Leute, klagen über den schädlichen Einfluß der deutschenPhilosophie in Frankreich. Aber der armen deutschen Philosophie geschiehtUnrecht. Denn erstens ist das keine deutsche Philosophie, was den Franzosenbisher unter diesem Titel, namentlich von Herren Victor Cousin, präsentirtworden. Herr Cousin hat sehr viel geistreiches Wischiwaschi, aber keine deut-sche Philosophie vorgetragen. Zweitens die eigentliche deutsche Philosophieist die, welche ganz unmittelbar ans Kants Critik der reinen Vernunft hervor-gegangen, und, den Charakter dieses Ursprungs bewahrend, sich wenig um po-litische oder religiöse Verhältnisse, desto mehr aber um die letzten Gründe allerErkenntniß bekümmerte.
Es ist wahr, die metaphysische» Systeme der meisten deutschen Philosophenglichen nur allzu sehr bloßem Spinnweb. Aber was schadete das? Konntedoch der Jesuitismus dieses Spinnwcb nicht zu seinen Lllgcnnctzcn benutzen,