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können, daß sie keine Menschen sind, sondern unglückliche Mischlinge vonGottheit und Stein.
Diese wenigen Andeutungen erklären nun den Groll der verschiedenen Par-theien, die in Deutschland gegen Goethe laut geworden. Die Orthodoxenwaren ungehalten gegen den großen Heiden, wie man Goethe allgemein inDeutschland nennt; sie fürchteten seinen Einfluß auf das Volk, dem er durchlächelnde Dichtungen, ja, durch die unscheinbarste» Licderchen, seine Wcltan-sicht einflößte; sie sahen in ihm dm gefährlichsten Feind des Kreuzes, dasihm, wie er sagte, so fatal war wie Wanzen, Knoblauch und Tabak; nämlichso ungefähr lautet die Zccnie, die Goethe auszusprechen wagte, mitten inDeutschland, im Lande wo zcnes Ungeziefer, der Knoblauch, der Tabak unddas Kreuz, in heiliger Allianz, überall herrschend sind. Just dieses war esjedoch keineswegs, was uns, dm Männern der Bewegung, an Goethe miß-fiel. Wie schon erwähnt, wir tadelten die Unfruchtbarkeit seines Wortes, dasKunstwesen, das durch ihn in Deutschland verbreitet wurde, das einen quieti-sirenden Einfluß aus die deutsche Jugend ausübte, das einer politischen Rege-neration unseres Vaterlandes entgegenwirkte. Der indifferente Pantheistwurde daher von den entgegengesetztesten Seiten angegriffen; um französischzu sprechen, die äußerste Rechte und die äußerste Linke verbanden sich gegenihn; und während der schwarze Pfaffe mit dem Kruzifixe gegen ihn losschlug,rannte gegen ihn zu gleicher Zeit der wllthcnde Sanskülote mit der Pique.Herr Wolsgang Menzel, der den Kampf gegen Goethe mit einem Aufwandvon Esprit geführt hat, der eines besseren Zweckes Werth war, zeigte in seinerPolemik nicht so einseitig den spiritualistischcn Christen oder den unzufriede-nen Patrioten: er basirtc vielmehr einen Thcil seiner Angriffe auf die letztenAussprüche Friedrich Schlegels, der nach seinem Fall, auS der Tiefe seineskatholischen Doms, sein Wehe über Goethe ausgerufen, über de» Goethe,„dessen Poesie keinen Mittelpunkt habe." Herr Menzel ging noch weiter undzeigte, daß Goethe kein Genie sei, sondern nur ein Talent, er rühmte Schillerals Gegensatz u. f. w. Das geschah einige Zeit vor der Juliusrcvolution,Herr Menzel war damals der größte Verehrer des Mittelalters, sowohl inHinsicht der Kunstwerke als der Jnstituzionen desselben, er schmähte mit un-aufhörlichem Ingrimm den Johann Heinrich Voß, prieß mit unerhörter Be-geisterung den Herrn Joseph Görres: sein Haß gegen Goethe war daher achtund er schrieb gegen ihn aus Ueberzeugung, also nicht, wie viele meinten, umsich dadurch bekannt zu machen. Obgleich ich selber damals ein GegnerGoethes war, so war ich doch unzufrieden über die Herbheit womit HerrMenzel ihn kritisirte, und ich beklagte diesen Mangel an Pietät. Ich be-merkte: Goethe sei doch immer der König unserer Literatur; wenn man aneinen solchen das kritische Messer lege, müsse man es nie an der gebührenden