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schungcn angestellt. In diesem Augenblick ist er mir eben so gleichgültig wieetwa mein finnländischer Ruhm. Ach! der Ruhm überhaupt, dieser sonst sosüße Tand, süß wie Ananas und Schmeichelei, er ward mir seit geraumerZeit sehr verleidet; er dünkt mich seht bitter wie Mermuth. Ich kann wieRomeo sagen: ich bin der Narr des Glücks. Ich stehe seht vor dem großenBrcinaps, aber es fehlt mir der Löffel. Was nützt es mir, daß bei Festmahlenaus goldnen Pocalen und mit den besten Weinen meine Gesundheit getrunkenwird, wenn ich selbst unterdessen, abgesondert von aller Wcltlust, nur miteiner schalen Tisane meine Lippen netzen darf! Was nützt es mir, daß be-geisterte Jünglinge und Jungfrauen meine marmorne Büste mit Lorbcernumkränzen, wenn derweilen meinem wirklichen Kopfe von den welken Händeneiner alten Wärterin eine spanische Fliege hinter die Ohren gedrückt wird!Was nützt es mir, daß alle Rosen von Schiras so zärtlich für mich glühenund duften — ach, Schiras ist zweitausend Meilen entfernt von der Rued'Amsterdam, wo ich in der verdrießlichen Einsamkeit meiner Krankenstubenichts zu riechen bekomme, als etwa die Parfüms von gewärmten Servietten.Ach! der Spott Gottes lastet schwer auf mir. Der große Autor des Welt-alls, der NristopbaneS des Himmels, wollte dem kleinen irdischen, sogenanntendeutschen Aristophanes recht grell darthun, wie die witzigsten Sarcasmcn des-selben nur armselige Spöttereien gewesen im Vergleich mit den seinigen, undwie kläglich ich ihm nachstehen muß im Humor, in der kolossalen Spaß-macherci.
Ja, die Lauge der Verhöhnung, die der Meister über mich herabgeußt, istentsetzlich, und schauerlich grausam ist sein Spaß. Dcmuthig bekenne ichseine Ueberlcgenheit, und ich beuge mich vor ihm im Staube. Aber wenn esmir auch an solcher höchsten Schöpfungskraft fehlt, so blitzt doch in meinemGeiste die ewige Vernunft, und ich darf sogar den Spaß Gottes vor ihr Forumziehen und einer ehrfurchtsvollen Kritik unterwerfen. Und da wage ich nunzunächst die unterthänigste Andeutung auszusprechen, es wolle mich bcdünkcn,als zöge sich jener grausame Spaß, womit der Meister den armen Schülerheimsucht, etwas zu sehr in die Länge; er dauert schon über sechs Jahre, wasnachgerade langweilig wird. Dann möchte ich ebenfalls mir die unmaßgeb-liche Bemerkung erlauben, daß jener Spaß nicht neu ist und daß ihn der großeAristophanes des Himmels schon bei einer andern Gelegenheit angebracht,und also ein Plagiat an hoch sich selber begangen habe. Um diese Behaup-tung zu unterstützen, will ich eine Stelle der Limburg« Chronik citircn. DieseChronik ist sehr interessant für diejenigen, welche sich über Sitten und Bräuchedes deutsche» Mittelalters unterrichten wollen. Sie beschreibt, wie ein Mo-dcjournal, die Kleidertrachten, sowohl die männlichen als die weiblichen, welchein jeder Periode aufkamen. Sie gicbt auch Nachricht von den Liedern, die