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Thürpfosten des herrschaftlichen Hauses angenagelt würde, und nach dieserschimpflichen Ausstellung war er verdammt, auf Lebenszeit zu dienen. OMoses, unser Lehrer, Mosche Rabenu, hoher Bekämpf» der Knechtschaft,reiche mir Hammer und Nägel, daß ich unsre gcmüthlichcn Sclaven inschwarzrothgoldner Livree mit ihren langen Ohren festnagle an das Branden-burger Thor!
Ich verlasse den Ocean allgemeiner religiös-morälisch-historischer Betrach-tungen, und lenke mein Gedankenschiff wieder bescheiden in das stille Binnen-landgcwässer, wo der Autor so treu sein eignes Bild abspiegelt.
Ich habe oben erwähnt, wie protestantische Stimmen aus der Heimath, insehr indiScret gestellten Fragen, die Vermuthung ausdrückten, als ob bei demWiedererwachen meines religiösen Gefühls auch der Sinn für das Kirchlichein mir stärker geworden. Ich weiß nicht, in wie weit ich merken ließ, daß ichweder für ein Dogma noch für irgend einen Cultus außerordentlich schwärmeund ich in dieser Beziehung derselbe geblieben bin, der ich iminer war. Ichmache dieses Geständniß jetzt auch, um einigen Freunden, die mit großemEifer der römisch-katholischen Kirche zugethan sind, einen Jrrthum zu beneh-men, i» den sie ebenfalls in Bezug auf meine jetzige Denkungsart verfallensind. Sonderbar! zur selben Zeit, wo mir in Deutschland der Protestantis-mus die unverdiente Ehre erzeigte, mir eine evangelische Erleuchtung zuzu-trauen, verbreitete sich auch das Gerücht, als sei ich zum katholischen Glaubenübergetreten, ja manche guten Seelen versicherten, ein solcher Uebcrtritt habeschon vor vielen Jahren stattgefunden, und sie unterstützten ihre Behauptungmit der Angabe der bestimmtesten Details, sie nannten Zeit und Ort, sie gabenTag und Datum an, sie bezeichneten niit Namen die Kirche, wo ich die Ketzereides Protestantismus abgeschworen und den alleinseligmachenden römisch-katholisch-apostolischen Glauben angenommen haben sollte; es fehlte nur dieAngabe, wie viel Glockengcläute und Schcllengcklingel der Meßner bei dieserFeierlichkeit spcndirte.
Wie sehr solches Gerücht Consisteuz gewonnen, ersebe ich aus Blättern undBriefen, die mir zukommen, und ich gerathe fast in eine wehmütige Verlegen-heit, wenn ich die wahrhafte Liebesfreude sehe, die sich iu manchen Zuschriftenso rührend ausspricht. Reisende erzählen mir, daß meine Seelenrettungsogar der Kanzclbercdsamkcit Stoff geliefert. Junge katholische Geistlichewollen ihre homiletischen Erstlingsschriften meinem Patronatc anvertraue».Man sieht in mir ein künftiges Kirchenlicht. Ich kann nicht darüber lachen,denn der fromme Wahn ist so ehrlich gemeint — und was man auch den Ze-loten des Katholicismus nachsagen mag, eins ist gewiß: sie sind keine Egoi-sten, sie bekümmern sich um ihre Nebenmenschen; leider oft ein Bischen zuviel. Jene falschen Gerüchte kann ich nicht der Böswilligkeit, sondern nur