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besitz und jedem Erwerb durch Handwerk, nur auf den Handel und die Geld-geschäfte angewiesen waren, welche die Kirche für Rechtgläubige verpönte, sowaren sie, die Inden, gesetzlich dazu verdammt, reich, gehaßt und ermordet zuwerden. Solche Ermordungen freilich trugen in jenen Zeiten noch einen re-ligiösen Deckmantel, und es hieß, man müsse diejenigen tödtcn, die einst un-ser» Herrgott getödtct. Sonderbar! eben das Volk, das der Welt einen Gottgegeben, und dessen ganzes Leben nur Gottcsandacht athmcte, ward alS Dcicideverschrien! Die blutige Parodie eines solche» Wahnsinns sahen wir beimAusbruch der Revolution von Samt Domingo, wo ein Ncgerhaufcn, der diePflanzungen mit Mord und Brand heimsuchte, einen schwarzen Fanatiker anseiner Spitze hatte, der ein ungeheures Crucifix trug und blutdürstig schrie:Die Weißen haben Christum getödtct, laßt uns alle Weiße» todtschlagcn!
Ja, den Juden, denen die Welt ihren Gott verdankt, verdankt sie auch dessenWort, die Bibel; sie haben sie gerettet ans dem Bankerott des römischenReichs, und in der tollen Naufzcit der Völkerwanderung bewahrten sie dastheure Buch, bis es der Protestantismus bei ihnen aufsuchte und das gefun-dene Buch in die Landessprachen übersetzte und in alle Welt verbreitete. DieseVerbreitung hat die segensreichsten Früchte hervorgebracht, und dauert noch bisauf heutigen Tag, wo die Propaganda der Bibelgesellschaft eine providenticlleSendung erfüllt, die bedeutsamer ist und jedenfalls ganz andere Folgen habenwird, als die frommen Gentlcmen dieser britischen Christcnthums-SpeditionS-Societät selber ahnen. Sie glauben eine kleine enge Dogmatil zur Herrschaftzu bringen und wie das Meer, auch den Himmel zu monopolisircn, denselbenzur britischen Kirchcndomaine zu machen: und siehe! sie fördern, ohne es zuwissen, den Untergang aller protestantischen Sekten, die alle in der Bibel ihrLeben haben und in einem allgemeinen Bibclthume aufgehen. Sie förderndie große Demokratie, wo jeder Mensch nicht blos König, sondern auch Bischofin seiner Hausburg sein soll; indem sie die Bibel über die ganze Erde verbrei-ten, sie sozusagen der ganzen Menschheit durch mcrkantilischc Kniffe, Schmug-gel und Tausch, in die Hände spielen und der Ercgese, der individuellen Ver-nunft überliefern, stiften sie das große Reich des Geistes, das Reich des reli-giösen Gefühls, der Nächstenliebe, der Reinheit und der wahren Sittlichkeit,die nicht durch dogmatische Begriffsformeln gelehrt werden kann, sondern durchBild und Beispiel, wie dergleichen enthalten ist in dem schönen heiligen Erzie-hungsbuche für kleine und große Kinder, in der Bibel.
Es ist für den beschaulichen Denker ein wunderbares Schauspiel, wenn erdie Länder betrachtet, wo die Bibel schon seit der Reformation ihren bildendenEinfluß ausgeübt auf die Bewohner, und ihnen in Sitte, Dcnkungsart undGcmüthlichkeit jenen Stempel des palästinischen Lebens aufgeprägt hat, dasin dem alten wie in dem neuen Testamente sich bekundet. Im Norden von