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5 (1855) Vermische Schriften : erste Abtheilung
Entstehung
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Puppenspiele, das Simrock herausgegeben, heißt das Buch, wodurch Faustverführt wird: Lüavis ^.starti äs rnaZisa.

In den: Stücke, wovon ich reden wollte, bcvorwortct Faust seine Beschwö-rung mit der Klage, er sei so arm, daß er immer zu Fuße laufen müsse undnicht einmal von der Kuhmagd geküßt werde; er wolle sich dem Teufel ver-schreiben, um ein Pferd und eine schöne Prinzessin zu bekommen. Der be-schworene Teufel erscheint zuerst in der Gestalt verschiedener Thierc, einesSchweins, eines Ochsen, eines Affen, doch Faust weist ihn zurück mit demBedeuten: du mußt bösartiger aussehen, um mir Schrecken einzuflößen.Der Tenfel erscheint alsdann wie ein Löwe, brüllend, guaersns yusm äsvo-rat auch jetzt ist er dem kecken Nekromantcn nicht furchtar genug, er mußsich mit cingckniffencm Schweife in die Coulisscn zurückziehen und kehrt wiederals eine riesige Schlange. Du bist noch nicht entsetzlich und grauenhaft genug,sagt Faust. Der Teufel muß nochmals beschämt von bannen trollen, undjetzt sehen wir ihn hervortreten in der Gestalt eines Menschen von schönsterLcibesbildnng und gehüllt in einen rothen Mantel. Faust gicbt ihm seineVerwunderung darüber zn erkennen, und der Rochmantel antwortet: es istnichts entsetzlicheres und grauenhafteres als der Mensch, in ihm grunzt undbrüllt und meckert und zischt die Natur aller andern Thiere, er ist so unflätigwie ein Schwein, so brutal wie ein Ochse, so lächerlich wie ein Affe, so zornigwie ein Löwe, so giftig wie eine Schlange, er ist ein Compositum der ganzenAnimalität.

Die sonderbare Ucbcrcinstimmnng dieser alten Komödiantcntiradc mit einerder Hauptlchrcn der neuem Naturphilosophie, wie sie besonders Okcn ent-wickelt, frappirte mich nicht wenig. Nachdem der Teufclsbund geschloffen,bringt Astaroth mehrere schöne Weiber in Vorschlag, die er dem Faust anpreist,z. B. die Judith. Ich will keine Kopfabschneidern:, antwortet jener. Willstdu die Cleopatra? fragt alsdann der Grist. Auch diese nicht, crwiedcrt Faust,sie ist zu verschwenderisch, zu kostspielig und hat sogar den reichen Antoniusruinircn können; sie säuft Perlen. So rekommandire ich dir die schöne He-lena von Sparta, spricht lächelnd der Geist und setzt ironisch hinzu: mit die-ser Person kannst du Griechisch sprechen. Der gelehrte Doktor ist entzücktüber diese Proposizion und fordert jetzt, daß der Geist ihm körperliche Schön-heit und ein prächtiges Kleid verleihe, damit er erfolgreich mit dem RitterParis wetteifern könne; außerdem verlangt er ein Pferd, um gleich nachTroja zu reiten. Nach erlangter Zusage geht er ab mit dem Geiste, undbeide kommen alsbald außerhalb der Thcaterbude zum Vorschein, und zwarauf zwei hohen Rossen. Sie werfen ihre Mäntel von sich, und Faust sowohlals Astaroth sehen wir jetzt im glänzendsten Flitterstaate englischer Reiter dieerstaunlichsten Rcitkunststückc verrichten, angestaunt von den versammelten