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ncndc leere Schnsucht. Dic Königin dieser Insel ist Helena von Sparta,die schönste Frau der Poesie, und sie tanzt an der Spitze ihrer Hofmiigde vordem Bcnns-Tcmpcl: Tanz und Posituren, im Einklang mit der Umgebung,gemessen, keusch und feierlich.
In diese Welt brechen plötzlich herein Faust und Mcphistophela, auf ihrenschwarzen Rossen durch die Lüste herabfliegend. Sic sind wie befreit von einemdüstcrn Alpdruck, von einer schnöden Krankheit, von einem tristen Wahnsinn,und erquicken sich beide an diesem Anblick des Urschönen und des wahrhastEdlen. Dic Königin und ihr Gefolge tanzen ihnen gastlich entgegen, bietenihnen Speise und Trank in kostbar cisclirten Gerüchen, und laden sie ein beiihnen zu wohnen auf der stillen Insel des Glücks. Faust und seine Gefähr-tin antworten durch freudige Tänze, und Alle, einen Fcstzug bildend, begebensich zuletzt nach dem Tempel der Venus, wo der Doktor und Mcphistophelaihre mittelalterlich romantische Kleidung gegen einfach herrliche griechische Ge-wänder vertauschen; in solcher Umwandlung wieder mit der Helena aus dieVorderstem tretend, trägeren sie irgend einen mythologischen Dreitanz.
Faust und Helena lassen sich endlich nieder auf einen Thron, zur rechtenSeite der Sccnc, während Mcphistophela, einen Thyrsns und eine Handtrom-mel ergreifend, als Bacchantin in den ausgelassensten Posituren cinherspringt.Die Jungfrauen der Helena erfaßt das Beispiel dieser Lust, sie reißen dicRosen und Myrthcn von ihren Häuptern, winden Wcinlaub in dic entfessel-ten Locken, und mit flatternden Haaren und geschwungenen Thyrscn taumelnsie ebenfalls dahin als Bacchanten. Die Jünglinge bewaffnen sich alsbaldmit Schild und Speer, vertreiben die göttlich rasenden Mädchen, und tanzenin Schcinkämpfcn eine jener kriegerischen Pantomimen, welche von den altenAutoren so wohlgefällig beschrieben sind.
In dieser heroischen Pastorale mag auch eine antiqueHumoreske eingeschal-tet werden, nämlich eine Schaar Amoretten, dic auf Schwänen herangerittenkommen, und mit Spießen und Bogen ebenfalls einen Kampftanz beginnen.Dieses artige Spiel wird aber plötzlich gestört: die erschreckten LicbesbübchenWersen sich rasch ans ihre Rcitschwänc und flattern von bannen bei der An-kunft der Herzogin, dic auf einer ungeheuren Fledermaus durch die Luft hcr-beigeflogcn kommt, und wie eine Furie vor den Thron tritt, wo Faust und He-lena ruhig sitzen. Sie-scheint jenem dic wahnsinnigsten Vorwürfe zu machenund diese zu bedrohen. Mcphistophela, dic den ganzen Auftritt mit Schaden-freude betrachtet, beginnt wieder ihren Bacchantentanz, dem die Jungfrauender Helena sich ebenfalls wieder tanzend beigesellen, so daß diese Freuden-Chöre mit dem Zorn der Herzogin gleichsam verhöhnend contrastircn. Letz-tere kann sich zuletzt vor Wuth nicht mehr lassen, sie schwingt den Zauberstab,den sie in der Hand hält, und scheint diese Bewegung mit den entsetzlichsten