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Nachtrag zur specifischen Wärmecapacität. 1177
! elfischen TVärmecapacitäten im umgekehrten Verhältnifs der| Atomgewichte. Allerdings ist dieses Gesetz nicht absolut scharfj und stimmt nicht vollständig mit der Erfahrung überein, alleini die Abweichung beträgt nur etwa -jL oder höchstens jj. Esi lassen sich endlich auch diejenigen Verbindungen unter einandervergleichen, welche verschiedene elektronegative Elemente ent-halten , und es zeigt sich dann bei diesen gleichfalls eine ge-wisse Uebereinstimmung, die zu folgendem Gesetze führt: Beiallen zusammengesetzten Körpern , in denen gleiche Atom-mengen vereinigt und welche von einer ähnlichen chemischenI Zusammensetzung sind, stehn die specifischen l-Värmecapaci-täten• im umgekehrten Verhältnisse der Atomgewichte. Dasoben vielfach ventilirte Dulong'sche Gesetz kann als ein demeben genannten allgemeinen speciell zugehöriges betrachtet wer—j den, die Erfahrung bestätigt dasselbe innerhalb der nämlichenj Grenzen, worin dieses allgemeine als begründet erscheint. Diespecifische Wärme der Körper kann betrachtet werden als zu-sammengesetzt aus der specifischen Wärme an sich und derje-nigen latenten, welche durch das Volumen derselben bedingtwird, wobei aber die eigentliche specifische Wärme einen soüberwiegenden Theil ausmacht, dafs ihre Wirkung nicht ganzverborgen bleiben kann. Bei den Versuchen tritt aufserdem derUmstand hindernd ein, dafs die specifischen Wärmen alle zwi-schen den nämlichen Thermometergraden bestimmt werden, stattdafs man die für jeden Körper am meisten geeigneten Tempe-raturen wählen miifste, z. B. diejenigen, bei denen diese Kör-per die gröfste Analogie ihrer chemischen und physikalischenEigenschaften darbieten und den vollständigsten Isomorphismuszeigen. Vorzüglich ist auch die leichtere Schmelzbarkeit der Körperund die Art ihrer Aggregatform von sehr bedeutendem Einflufs.
Es ist oben (§. 437) ausführlich von den so sehr abwei-chenden Resultaten gehandelt worden, welche die Versuche zurBestimmung der specifischen Wärme des Kohlenstoffs gegebenhaben, und namentlich von den Bemühungen , welche de da.Riye und Marcet darauf verwandten , diese Gröfse mit mög-lichster Schärfe zu ermitteln. Regnatjlt unterwarf diesesProblem einer abermaligen genauen Untersuchung, und be-stimmte die specifische Wärme folgender Substanzen.
1) Holzkohle, vorläufig mit Säure behandelt und dannstark calcinirt.