Wirkungen. Magn e toelek t ris che. 1157
Kugel eines Thermometers lag, welche beide durch eine unter-gestellte Weingeistlampe eine gleiche Temperatur erhielten.Die untersuchten Krystalle sind folgende:
a) Zucker , dessen Elektricität Brewsteii zuerst wahr-nahm. Beim Erwärmen desselben wächst sein polares Verhal-ten mit der Zunahme der Temperatur, bis letztere nicht mehrrasch fortschreitet, worauf sich die Pole umkehren, nachdem sievorher durch 0 gegangen sind, und bei fortgesetzter Abkühlungzuerst schwache, dann aber stärkere Wirkungen zeigen, bisauch diese entgegengesetzte verschwindet, bei wieder beginnen-der Hitze aber wieder zur ersteren übergeht. Kommt derKrystall zum Schmelzen, so verschwindet alle Elektricität.
b) Weinsäure zeigt beim ersten Erwärmen zuweilen keineElektricität, verhält sich aber später fast ganz ebenso, wie derZucker.
I c) TVein&aures Kalinatron darf wegen leichter Schmelz—
i barkeit nicht stark erwärmt werden, zeigt aber gleichfalls Po-
larität.
d) Beim Kieselzinkerz zeigte das verwachsene Ende —,El. , beim jLxinit und Prehnit dagegen + ) — El., vom
Mesotyp aber zeigten selbst einzelne Nadeln beide Elektrici—täten.
e) Die Versuche mit verschiedenen Turmalinen gaben imGanzen eine Bestätigung dessen, was Rose gefunden hat, je-doch meint Hankel , sie zeigten insgesammt, auch die schwar-zen und undurchsichtigen, deutlich wahrnehmbare Spuren vonElektricität, jedoch einige erst dann, wenn sie nach dem Er-wärmen sich wieder abkühlen. Wenn Pkiestley behauptet,dafs durch Drücken eines isolirt gehaltenen Krystalles die vonihm beim Abkühlen angenommene Elektricität in die entgegen-gesetzte übergehe, so soll dieses davon herrühren, dafs nichtsowohl das Drücken, als vielmehr die Berührung, die zugleichmit jedem beliebigen leitenden Körper geschehen kann, dievorhandene ableite und die entgegengesetzte bestimme, sichüber den ganzen Krystall zu verbreiten, worauf dann nach ei-niger Zeit die weggenommene wieder zum Vorschein komme.Dieses zeigt sich noch auffallender, wenn man den Krystallauf einen isolirten, mit dem Elektrometer verbundenen Leiterstellt und die Flächen des unteren Endes ableitend berührt, inwelchem Falle das Elektrometer die Elektricität des oberen an-