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Wirkungen. Gasbildung.
vollständiger Parallelismus ist nach meiner Ansicht nicht wirk-lieh vorhanden, und so lange dieser fehlt, ist ein Unterschiedzwischen Gasen und Dämpfen nicht gänzlich in Abrede zustellen. Immerhin ist vielmehr das Verhalten der Gase, dieeines höheren Druckes zum Uebergange in den Flüssigkeitszu—stand bedürfen, ein anderes, als das der Dämpfe, die schonunter gewöhnlichem Drucke in diesen Zustand übergehn.
Es giebt jedoch Gase, die unter gewöhnlichem Drucke undbei mittleren Temperaturen als permanent elastisch erscheinen,dennoch aber durch blofse Anwendung hoher Kältegrade dennormalen Uebergang zur Tropfbarkeit zeigen, und deren Ela-sticität dann ganz nach Art der Dämpfe mit steigender Wärmezunimmt. Aufser dem, was hierüber (oben §. 507) bereitsmitgetheilt worden ist, verdienen hauptsächlich noch diejenigenResultate beachtet zu werden, welche Bunsen 1 aus seinenneuerdings angestellten Versuchen erhalten hat. Dieser brachtein ein Glasrohr ein Manometer, zog das Rohr in zwei feineSpitzen an beiden Enden aus, legte es in einen Trog mit Käl-temischung, wodurch er die Temperatur bis — 50° C. herab-brachte, füllte dasselbe mit dem ausgetrockneten Gase', welchessich darin bis zur tropfbaren Flüssigkeit verdichtete, schmolzdie Spitzen des Rohres zu und mafs die der steigenden Wärmezugehörige Elasticität mittelst des Manometers. Nur mit vierGasen gelang ihm dieses Verfahren, und sie gaben die in fol-gender Tabelle enthaltenen Resultate, wobei die Elasticitätenin Metern angegeben sind, also 0,76 Meter den Siedepunctbezeichnen.
1 Poggendorff’s Ann. XLVt. 97.