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10,1 (1841) W - Wae
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W ä r m e.

tropfbaren Flüssigkeiten vereint zur Expansion übergeht. Ver-dienen Mitchells 1 Versuche volles Vertrauen, so brachteflüssige Kohlensäure beim Festwerden die Temperatur auf

65° C.; würde aber dem Wasserdampfe oder dem Dampfeirgend einer sonstigen Flüssigkeit unter einem Drucke von etwa60 Atmosphären plötzlich freie Expansion gestattet, so würdesicher die vorhandene tropfbare Flüssigkeit hierdurch nicht inEis verwandelt werden. Die gröfste, durch die Bildung deskohlensauren Gases aus der festen Kohlensäure an freier Lufterzeugte Kälte ging bis 78° C., und selbst dann, wenn dieVerflüchtigung durch Einwickeln in Baumwolle bedeutend ver-zögert wird, findet kein Uebergang zum Flüssigkeitszustandestatt. Wird die Verdampfung der festen Kohlensäure durchWegnahme der Luft unter der Luftpumpe gesteigert, so gehtbei einer äuferen Temperatur von 30° C. die Kälte bis 93°,5herab. Feste Kohlensäure mit Alkohol erzeugte eine Kälte von

76° C., durch Gegenblasen erhöht ging sie bis 79° undunter der Luftpumpe bis 92°,25, mit Aether aber unter derLuftpumpe bis 99° C. herab, mithin noch tiefer, als durcheigene Expansion für sich allein. Das Verhalten anderer, durchhohen Druck tropfbar gemachter Gase ist entweder gar nicht odernoch keineswegs genügend untersucht worden, und wir wissennicht, welche Unterschiede ihres Verhaltens gegen das andererDämpfe sich hierbei zeigen könnten. Dagegen kennen wir nocheinen Körper, welcher weit auffallender, als die Kohlensäure,aus dem Zustande der Starrheit unmittelbar und mit Ueberspringung des tropfbar-flüssigen Zustandes in den der Gasformübergeht, nämlich den Salmiak, welcher, unter gewöhnlichemDrucke und selbst im Vacuum fest, durch Hitze in Gas ver-wandelt wird, ohne eine Zersetzung zu erleiden. So viel ichweifs, hat man noch nicht versucht, dieses Gas durch starkeCompression oder hohe Kältegrade tropfbar - flüssig zu machen,möglich ist es aber, dafs es sich hierbei ebenso, als die Koh-lensäure, verhalten würde. Wäre aber das Verhalten aller Gaseund Dämpfe vollkommen identisch, so miifsten wir Eis, festeKohlensäure und Salmiak in Parallele setzen können, alle dreimüfsten durch Temperaturerhöhung, wenn auch durch ungleiche,tropfbar-flüssig und dann expansibel werden; allein ein solcher

1 Silliman Araer. Journ. T. XXX. p. 352.