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Blasco de Garay , einen Spanier, erfunden worden seyn 1 . NachDocumenten im königl. Archive zu Simancas, welche DonThomas Gonzales auffand und de Navarette dem Baronv. Zach mittheilte, zeigte Garay ein Boot, welches durch eineDampfmaschine in Bewegung gesetzt wurde, einer zur Prüfungernannten Commission und auch dem Kaiser Carl V. selbst.Wie berichtet wird, befand sich darin ein Kessel mit heifsemWasser, und durch diesen wurden Räder an den Aufsenseitendes Bootes in Bewegung gesetzt. Die Commission bemerkte,es sey gegen diese Erfindung die stete Gefahr zu erinnern, dieau s dem Zerspringen des Kessels hervorgehe 2 .
560) Diejenigen Dampfmaschinen, welche am häufigsten inAnwendung gebracht werden, sind die von sogenanntem atmo-
1 Bullet, univ. N. IV. p. 382.
2 Das Geschichtliche über die Erfindung und Verbesserung derDampfmaschinen fiudet man in Quarterly Journ. of Sc. New Ser.N. X. p. 322. Diese Abhandlung polemischen Inhalts von A. Ainger istgegen eine kurz vorher bekannt gewordene von Arago gerichtet. Letz-terer gab im Annuaire pour 1829 eine geschichtliche Uebersicht derErfindung und allmäligen Verbesserung der Dampfmaschinen, worin erhauptsächlich zu zeigen sich bemühte, dafs die Schriftsteller, na-mentlich die englischen, allgemein die Erfindung dieser wichtigen Appa-rate dem Marquis von Worcester beilegten, da doch diese Ehre zweiFranzosen, Salomon de Caos und Dionysius PAriNus, gebühre. Dafsder hier den englischen Gelehrten gemachte Vorwurf ungegründetsey, ergiebt sich bald aus der im Art. Dampfmaschine Bd. II. S. 417 ff.mitgetheilten Literatur. Ainger aber zeigt, dafs de Caus blofs Heron’sMaschine beschrieben und gar nicht als seine Erfindung angegebenhabe, die Erzeugung eines Vacuums durch Dampf und die Benutzungseiner Elasticität sey aber durchPAPmus erst dann vorgeschlagen worden,nachdem Savery’s Maschine bekannt geworden war, die Papinus inseiner 1707 herausgegebenen Schrift mehr verstümmelt als verbessertfür seine eigene Erfindung ausgegeben habe. Die Schrift, woraufAinger sich bezieht, ist die im genannten Art. S. 428 angegebene:Papini Ars nova cet. Cass. 1707, Uebrigens finden sich in Ainger'sAbhandlung keine historischen Nachweisungen, die nicht schon im ge-nannten Art. dieses Werkes enthalten wären 5 wie aber Arago dieVorwürfe gegen die englischen Gelehrten veröffentlichen konnte, er-scheint unbegreiflich, wenn man die geschichtlichen Nachweisungenwürdigt, die in den im genannten Artikel angeführten classisclienWerken, namentlich der Engländer enthalten sind, deren Verfasser dieVerdienste der Einzelnen unparteiisch würdigen und namentlich aufWorcesteu’s undeutliche Aeufserungen einen sehr geringen Werthlegen.