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K r a ra erwaag e.
lichkcit von viTFinriT anz eigt. Ob übrigens diese Bestimmun-gen, die meistens aul' den Angaben der Künstler selbst berulm,volles Vertrauen verdienen, dürfte wohl noch fraglich seyn.Um hierüber zu entscheiden, müfste man sich des oben ange-gebenen Mittels bedienen und den Punct des Stillstandes beiso kleinen Uebergewichten aus den Oscillationsbogen finden.Unter allen hier mitgetheilten Bestimmungen kann wohl keinefiir absolut genau gelten, aufser die von v. Geiistsek, welcherdie Probe mit der erforderlichen Sorgfalt anstellte.
Die in der Natur der Sache liegenden Mittel zur Erlan-gung der gröfsten .Feinheit bei den Waagen sind zuerst einegröfsere Länge der Waagebalken; denn eine Kraft wirkt stär-ker auf einen langem Hebelarm, was jedoch im vorliegendenFalle von minderer Bedeutung ist, weil.durch das Uebergewichtam einen längeren Arme der andere, gleich lange Arm bewegtwerden mufs, wolil aber kann durch den gröfseren Radius deslängeren Hebelarmes eine kleinere Abweichung vom horizonta-len Stande besser gemessen werden, was auch durch eine län-gere Zunge auf gleiche Weise sicher erreicht wird. Einzweites Mittel ist Leichtigkeit des Waagebalkens ; denn da durchdas Uebergewicht nicht blofs die Lasten, womit der Waagebal-ken beschwert ist, sondern auch die Masse des letztem selbstbewegt werden mufs, so wird dieses um so leichter geschehn,je weniger Gewicht der Waagebalken selbst hat, wodurch dannzugleich die Reibung vermindert wird. Der wirklichen An-wendung dieser beiden Mittel steht aber entgegen, dafs derw aagebalken sich nicht biegen darf, mindestens nicht in einemsolchen Grade, dafs die gemeinschaftlichen Schwerpuncte s undS des Waagebalkens und der ihn beschwerenden Gewichte tie-fer unter den Unterstützungspunct fallen, als bestimmt ist, weilhierdurch die Faulheit der Waage ausnehmend wächst.
Die wichtige Bedingung, den Waagebalken so leicht alsmöglich zu machen, ohne seiner Tragkraft Abbruch .zu thun,hat man auf vielfache Weise zu erreichen gesucht. Allgemeinbringt man dabei das Princip in Anwendung, dafs man densel-ben in der Mitte stärker macht und nach beiden Enden hinverjüngt zulaufen läfst, wie nicht minder, dafs man seine Höheweit gröfser nimmt als seine Dicke, nach den hierüber bestehen-den Gesetzen der Festigkeit der Körper 1 . Unter den ander—1 Yergl. Cohaesion. Kd. II. S. 150.