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Waage.
bei der oben erwähnten Prüfung der Richtigkeit 'angenommenwurde, dafs man nämlich versucht, ob sich der Waagebalkenzuerst für sich allein und dann nach angehängten Schalen insGleichgewicht stellt; alle übrige Fälle des gegenseitigen Ver-hältnisses von s und S verstehn sich so leicht von selbst, dafses überflüssig seyn würde, sie einzeln zu erörtern.
Der Waagebalken ruht in der Regel auf einer vcrticalcnSäule, und diese trägt dann in ihrer Verlängerung einen ge—tlieilten Bogen, vor welchem die Zunge oder der Zeiger (In-dex, Lingula; aiguille, languette; tongue ofa balance)sich nach beiden Seiten bewegt, aber auf 0 der Theilung zeigt,wenn der Zustand des Gleichgewichts vorhanden oder der ho-rizontale Stand des Waagebalkens hergestellt ist. Diese Zungeist lothrecht auf der Mitte des Waagebalkens befestigt, so dafssie entweder in die Höhe steht oder herabhängt, oder dieZunge befindet sich in der verlängerten geometrischen Axe desWaagebalkens und ihre Spitze zeigt auf eine hinter ihr ange-brachte getlteilte Scale. Um beim Visiren die Parallaxe zuvermeiden, befindet sich bei den Pistor’schen Waagen hinter derZungenspitze ein Spiegel und der horizontale Stand findet statt,wenn die Zunge ihr Bild im Spiegel deckt 1 . An manchenWaagen ist am Ende des einen Armes ein geth.eil.tes Bogen-strich angebracht, welches sich vor einem andern, dahinter be-findlichen, Bogenstücke bewegt, und da die eine dieser Thei—hingen zugleich einen Nonius der andern abgiebt, so könnenhierdurch die feinsten Abweichungen gemessen werden. Sollaber der Waagebalken seinen horizontalen Stand richtig anzei—een, so mufs die ihn tragende Säule oder die an der Seite auf—gerichtete, woran sich das getheilte Bogenstück befindet, verti—cal stehen, und damit dieses erreicht werde, mufs das Fufsbretder Waage einen horizontalen Stand haben. Um diesen herzu—stellen, bedient man sich einer kleinen Röhrenlibelle und corrigirtvermittelst der im Fufsbrete befindlichen Stellschrauben. Ist manvom horizontalen Stande des Waagebalkens sicher überzeugt, sokann dieser als Norm dienen, und das Fufsbret oder das Ge-stell so lange vermittelst der Stellschrauben gerichtet werden,bis die Zunge auf 0 der Theilung einspielt.
Das dritte Erfordernifs einer guten Waage ist ihre Em-
1 Dove a. a. 0. S. 157.