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Die Musen im königlichen Schauspielhause zu Berlin
Entstehung
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auch Wach mit Wärme an, aber seine gereifte Geschmackbildung schützte ihn vorden Gefahren übertriebener Strenge und gewährte ihm den Vortheil, aus der ernstenVertiefung in die Grundbedingungen monumentaler Malerei einen bestimmten undeigenthümlichen Stil davonzutragen. Er entwarf in Rom mehrere bedeutsameCompositionen: eine symbolische Darstellung des Christenthums in seinen Spaltungen,ferner eine Himmelskönigin in der Glorie, und das für die Berliner Garnisonkirchebestimmteletzte Abendmahl. Daneben entstanden Zeichnungen zum Leben der hl.Elisabeth für den Prinzen Wilhelm von Preussen und ausser mehreren Copien dasBild eines italienischen Landmädchens. (Eigenthum des Grafen Eduard Raczynski),welches ausserordentliche Popularität erlangte.

Bei der Heimkehr im Jahre 1819 wurde ihm auf Befehl des Königs im Lager-hause neben Rauch und Tieck ein eignes Atelier angewiesen, und diese Vergünstigungbenutzte Wach, um nach dem Vorgang der Pariser Künstler mit seiner eigenenKunstübung eine Malerschule zu verbinden, welche dank der hingebenden Sorgfaltdes nunmehrigen Meisters die fruchtbarste Pflanzstätte preussischer Maler gewordenist, wie denn bis zum Jahre 1837 mehr als siebzig Schüler aus ihr hervorgingen.

Zu den ersten Aufträgen, welche er seit seiner Rückkehr nach Berlinempfing, gehörten zwei Altargemälde, die der König für die Peter-Pauls-Kirche zu Moskaumalen liess, und der fortschreitende Bau des Schauspielhauses von Schinkel gewährteWach Gelegenheit, sich auch im Gebiete der decorativen Malerei durch Ausführungdes Cyklus von Figuren der Musen zu bethätigen, welche das vorliegende Heftwiedergibt.

Zum Professor und Mitgliede der Akademie der Künste ernannt trat er nunmehrin die volle Wirksamkeit, zu der sein Talent ihn befähigte. Die fünf nächsten Jahrewurden mit Entwürfen zu Glasmalereien für den grossen Remter des Deutschherren-Schlosses zu Marienburg und zahlreiche Portraits, namentlich aber mit Ausführungder Aufträge für Moskau ausgefüllt. 1826 malte er unter andern das Madonnenbild(nach einer früheren Composition), welches die Stadt Berlin der Prinzessin Friedrichder Niederlande zum Geschenk machte (vergl. das kleine Bild in der National-Galerie);darauf folgten dann bis 1830 die in kolossalen Figuren ausgeführten Bilder für dieEriedrichwerdersche Kirche. Zehn Jahre hindurch war der Künstler nebenher alsMitglied der Kommission zur Anordnung der Kunstwerke im Königl. Museum thätig