KARL WILHELM WACH.
ach war am n. September 1787 in Berlin geboren, wo sein Vaterdas Amt eines Kriegsraths beim General-Auditoriat bekleidete. Schonim 10. Jahre sprach sich seine Neigung zur Kunst so entschieden aus,dass die Eltern ihm durch Karl Kretschmar Unterricht ertheilenHessen, welcher auch ein Bildniss seines jungen Schülers (jetzt inder National-Galerie) gemalt hat. Ihm verdankte Wach die nachhaltigste Anregung.Er besuchte die Akademie und hörte mit besonderem Nutzen Baukunst und Geschichteder Künste bei Hirt, Mythologie und Archäologie bei Levezow; durch Hallerv. Hallerstein und Franz Catel wurde er mit den mathematischen Grundlagenvertraut gemacht und gewann namentlich für die Perspective so lebhaftes Interesseund eindringendes Verständniss, dass er bald in kleinem Kreis vor Künstlern undDilettanten als Lehrer in dieser Disciplin auftrat.
Seine erste selbstständige Arbeit war ein Altarbild (Christus mit vier Heiligen)welches ursprünglich für die Kirche zu Trebbin bestimmt, im Jahre 1809 durch denKönig Friedrich Wilhelm III. der Gemeinde zu Paretz geschenkt wurde. Im Jahre1811 malte Wach im königl. Auftrag das Bildniss der verstorbenen Königin Louise.
Eifrig betheiligte er sich an den öffentlichen und geheimen Waffenübungen, welcheseit dem Unglücksjahre 1806 die erste Pflicht der preussischen Jugend geworden waren,und meldete sich beim Ausgange des russischen Feldzuges als Freiwilliger zum Jägerdienst.Anfangs durch Krankheit gefesselt, trat er im Mai 1813 als Officierbeim 4. Kurmärkischen