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Buch der Lieder
Entstehung
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Handschuhe anzieht. Und dann sollten wir nur dasthun, was thunlich ist und wozu wir am meistenGeschick haben, im Leben wie in der Kunst. Ach! zuden unseligsten Mißgriffen des Menschen gehört, daßer den Werth der Geschenke, die ihm die Natur ambequemsten entgegen trägt, kindisch verkennt, und da-gegen die Güter, die ihm am schwersten zugänglichsind, für die kostbarsten ansieht. Den Edelstein, derim Schvoßc der Erde festgcwachsen, die Perle, diein den Untiefen des Meeres verborgen, hält derMensch für die besten Schätze; er würde sie geringachten, wenn die Natur sie gleich Kieseln nnd Muschelnzu seinen Füßen legte. Gegen unsere Vorzüge sindwir gleichgültig; über unsere Gebrechen suchen wiruns so lange zu täuschen, bis wir sie endlich fürVortrefflichkeitcn halten. Als ich einst, nach einemConzerte von Paganini, diesem Meister mit leiden-schaftlichen Lobsprüchcn über sein Violinspicl entgegen-trat, unterbrach er mich mit den Worten: aber wiegefielen Ihnen heute meine Complimeiue, meine Ver-beugungen?