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3.
Blasser schimmern schon die Sterne,Und die Morgcnnebel steigenAus der Seefluth, wie Gespenster,Mit hinschleppend weißen Laken.
Fest' und Lichter sind erloschenAuf dem Dach des Götzentempels,Wo am blutgetränkten EstrichSchnarchend liegen Pfaff und Laie.
Nur die rothe Jacke wacht.
Bei dem Schein der letzten Lampe,Süßlich grinsend, grimmig schäkernd,Spricht der Priester zu dem Gotte:
„Vitzliputzli, Putzlivitzli,
Liebstes Göttchen Vitzliputzli!
Hast dich heute amllsiret,
Hast gerochen Wohlgerüche!
„Heute gab es Spanicrblut —O das dampfte so app'titlich.Und dein feines LeckernäschcnSog den Duft ein, wollustglänzend.
„Morgen opfern wir die Pferde,Wiehernd edle Ungethüme,
Die des Windes Geister zeugten,Buhlschast treibend mit der Seekuh.
„Willst du artig sein, so schlacht' ichDir auch meine beiden Enkel,
Hübsche Bübchen, süßes Blut,
Meines Alters einz'ge Freude.
„Aber artig mußt du sein.
Mußt uns neue Siege schenken —Laß uns siegen, liebes Göttchen,Putzlivitzli, Vitzliputzli!