triebsamkeit — Kolb und wieder Kolb muß für allessorgen. — Aber wahrlich, ich will nicht durch fremde Mühelukrieren, und erst späterhin, wenn das Journal einigeZeit in Gang ist, mögen Sie, Herr Baron, selbst be-stimmen, was ich Ihnen dabei wert war.
Ich glaube mich bestimmt genug ausgesprochen zuhaben, und im letzteren Falle können Sie an Kolb denInhalt dieses Briefes mitteilen, und ich will noch be-sonders einige Zeilen an ihn schreiben.
Hoffentlich hat mich Lindner schon wieder bei derFrau Baronin Cotta hinlänglich entschuldigt, warumich ihren freundlichen Anforderungen für den „Damen-almanach" nicht Folge geleistet. Ich habe direkt nichtschreiben wollen, gab lieber an Lindner den verdrießlichenAuftrag, und lief fort nach Italien. Ich hatte keineMuße, Poetisches zu schreiben, wenn ich nicht die Bade-zeit versäumen wollte. Indessen, glaub' ich, hat HerrKöchy in Braunschweig, den ich dazu aufforderte, eineNovelle für den Almanach eingeschickt, und ich habe eineungewöhnlich gute Meinung von ihm. Hat ein HerrDetmold von Heidelberg aus etwas für das „Morgen-blatt" geschickt, so bitte ich, es eines baldigen Abdruckszu würdigen; er ist ein ausgezeichneter Kopf. — DerKunstbaron Rumohr hat mir aufgetragen, Ihnen zuschreiben, daß er das besprochene Romanfragment nichtins „Morgenblatt" schicken würde. Ich sehe ihn selten,er kann mich nicht ausstehen, ich liebe ihn ebenfalls nichtsonderlich, und trotzdem kann keine rechte Freundschaftzwischen uns aufkommen. Zuletzt sah ich ihn im Foyerder medicäischen Venus, als er eben dem Kronprinzenvon Preußen als Cicerone diente. Ich bin mit diesem
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