vaß ich armer Schelm bis jetzt immer ernsthaft krankwar. Das hiesige Klima tötet mich.
Das Heft der „Annalen", worin Ihre Streckverse,ist soeben erschienen, und anbei folgt das verlangteHonorar in einer Anweisung auf Cotta. Ihre historischeNachweisung über den Ursprung des Zopfes bei denDeutschen war mir allein schon 6 Louisdor wert. IhreSendung war echter Geistesertrakt. — Haben Sie Zeit,etwas Neues für die „Annalen" zu schreiben, so sagenSie mir vorher, was? oder soll ich Ihnen selbst sagen,ms ich wünsche? Wollen Sie nicht Mönnich oderFreunde in der Schweiz auffordern, etwas Starkes, nichtschwärmerisch Demagogisches, sondern ernst Mahnen-des, Freisinn Weckendes oder Freiheitbeförderndes fürdie „Annalen" zu schreiben? Es kann sogar etwas Pa-triotisches sein. Zwei bis drei Louisdor, nötigenfalls auchvier, sind das gewöhnliche Honorar der „Annalen". —Halten Sie mich für einen Windbeutel in Hinsicht meinerVersprechung, Ihre „Literatur" anzuzeigen, so irren Sie.Gleich nach meiner Hierhcrkunft schrieb ich eine Anzeigefür den „Hamburger Korrespondenten" und schickte solchean Professor Zimmermann in Hamburg, um sie abdruckenzu lassen. Gott weiß, wie es kommt, daß ich sie nochnicht abgedruckt finde. Dieser Tage schreibe ich des-halb an Zimmermann; nichts macht mich verdrießlicherals der Schein der Unzuverlässigkeit. — An den „Gesell-schafter" habe ich noch nichts geschickt, aus guten Grün-den, erst vor acht Tagen konnte ich den ersten Teil (ichhatte bloß den zweiten gelesen) zu fassen bekommen. Jetztbeschäftigt das Buch sehr stark meinen kranken Kopf —es ist keine Übertreibung, wenn ich es in der Anzeige für
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