Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
318
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warten, ist bereits nach Stuttgart zurückgereist. SeineFrau ist eine liebenswürdige Dame, sie liest mit Ver-gnügen meine Verse, und ich gefalle ihr auch persönlich.In sechs Wochen indessen werden Cottas wieder hiersein. Es sieht hier so aus, wie ich es erwartete, nämlichherzlich schlecht. Die Leute sind besorgt, daß es mirnicht gefalle, und wissen nicht, daß ich eigentlich nur einstilles Zimmer in dieser Welt suche. Ich will mich inmich selbst zurückziehen und viel schreiben. Wenn dasKlima mir nicht zusagt, so packe ich den Koffer. Drumwill ich mich auf nichts Festes einlassen. Cotta will michan seinAusland" anspannen. Prosit! DieAnnalen"sollen mir auch wenig Mühe machen, und um Bewer-bungsvisiten zu machen, bin ich zu sehr herz- und kopf-krank. Cotta hatte mir 2000 Fl. jährlich angeboten;aber ich habe die Sache anders gestellt. Ich will alleserst ruhig betrachten. In Dr. Lindner habe ich einenguten, zutunlichen Mann gefunden, mit dem ich gutumkomme. Ich sehne mich nach einem Lande, dasnoch nicht entdeckt ist. Manchmal auch nach Berlin.Besonders wenn ich Briefe von Ihnen erhalte und Frauvon Varnhagen sprechen höre. Mit Verwunderung höreich, daß wir ausgezogen sind; ich habe noch immer ge-glaubt, mein Vaterland sei Französische Straße Nr. 20.Ich will an den König von Preußen schreiben, daß ermir, wenn Förster stirbt, die Hofdemagogenstelle gebensoll.

Der König von Bayern soll den Görres schlechtempfangen haben. Oken hat wieder fort wollen; daverstand man sich, ihm ein fires Gehalt zu geben. Dergrößte Dichter der Welt ist Eduard Schenk.

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