und die liebevollste Antwort erhielt, noch nicht wiedergeschrieben, aber diesen Freunden werde ich jenen Reise-plan nicht verhehlen; hat ja Varnhagen selbst ihn veran-laßt durch seinen Rat. Sonst heißt es noch immer untermeinen Freunden, ich käme nach Berlin, um dort zulesen.
Wahrlich, ich habe viel zu schwache Nerven,um in Deutschland bleiben zu können. Ja, hätteich die Kraft meines Jmmermanns, diese täglich wach-sende Kraft.
Ich Hab' unterdessen Ihren „Cardenio" gelesen.Ich bin begeistert für dieses Buch. Es ist das beste Buch,das ich schreiben wollte. Und doch ist es ein Glück fürdieses Buch, daß ich es nicht geschrieben habe. DieserCardenio hat alle phantastische Krankheit Heines, unddoch zugleich alle unverwüstliche Gesundheit Jmmer-manns. In diesem Buche haben sich unsere Seelen einRendezvous gegeben; und es ist noch außerdem ein aller-höchst-vortreffliches Buch, bis jetzt mein Lieblingsbuch.— Verzeih' mir, Jmmermann, die Eitelkeit, daß ich mir
auf dieses Buch etwas einbilde. — Wollen Sie
etwas in den zweiten Band meiner „Reisebilder" hinein-geben, so steht Ihnen darin der beste Platz offen, und ichberechne Ihnen zwei Louisdor Honorar, die mir Campefür den Druckbogen gibt. Es wäre gar hübsch. Die„Reisebilder" sind vorderhand der Platz, wo ich demPublikum alles vorbringe, was ich will. Sie habenenormen Absatz gefunden und werden wohl bald einezweite Auflage erleben. Ich denke indessen, der zweiteund dritte Band soll noch besser ausfallen.
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