Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
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sie scheint mir nicht mehr so innig gewogen zu sein, undwenn wir uns begegnen, droht oder warnt sie immer mitdem aufgehobenen Zeigefinger und will nicht sagen, wasdas eigentlich bedeuten soll. An der schönen Eellenserinbewundere ich jetzt nur noch die Stimme. Ich sauge einihre Worte. Ich glaub gewiß nicht, daß sie mir ge-wogen ist, obschon sie letzthin zu mir sagte:Sie kenneich in und aus dem Sack."

Leb wohl, Merckel, und behalte mich lieb. Grüßmir Campe, recht herzlich! Grüß mir auch Zimmer-mann, ich denke seiner hier ziemlich oft. Sag ihm,mit meiner Gesundheit bessere es sich, und er dürfe vielGutes und noch Besseres von mir erwarten.

Leb wohl, so wohl man es in dieser Welt vermag.

102. An Friedrich Merckel.

Norderney, vielleicht den 16. August 18SS.

Eben bringt mir die Post Deinen Brief vom11. August, und da ein junger Freund im Begriff ist,mit günstigem Winde nach Bremen zu schiffen, so kannich Deine lieben Zeilen auf der Stelle mit einigen Grüßenerwidern.

Das lichte Ereignis am Strande ist nicht so be-deutend, wie Du glaubst und wie meine leicht erregbareSentimentalität es anschlug; es war ein Stern, der durchdie Nacht herabschoß in grausamer Schnelligkeit undkeine Spur zurückläßt denn ich bin trist und nieder-gedrückt wie zuvor. Aber es war doch ein Stern!

Für den überschickten Homer danke ich Dir. Ich lese

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