Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
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gnügt wie vorig Jahr, und daran hat gewiß meineStimmung mehr schuld, als die Menschen hier. Ichbin gegen diese oft ungerecht. So will es mich bisweilenbedünken, als sei die schöne Frau aus Celle nicht mehrso schön, wie 1825. Auch das Meer erscheint nicht mehrso romantisch, wie sonst. Und dennoch Hab' ich anseinem Strande das süßeste, mystisch lieblichste Ereigniserlebt, das jemals einen Poeten begeistern konnte. DerMond schien mir zeigen zu wollen, daß in dieser Weltnoch Herrlichkeiten für mich vorhanden. Wir sprachenkein Wort es war nur ein langer, tiefer Blick, derMond machte die Musik dazu im Vorbeigehen faßteich ihre Hand, und ich fühlte den geheimen Druck der-selben meine Seele zitterte und glühte. Ich Hab'nachher geweint.

Was hilft's! Wenn ich auch kühn genug bin, dasGlück rasch zu erfassen, so kann ich es doch nicht langefesthalten. Ich fürchte, es könnte plötzlich Tag werdennur das Dunkel gibt mir Mut. Ein schönes Auge,es wird noch lang in meiner Brust leben, und dann ver-bleichen und in nichts zerrinnen wie ich selbst.

Der Mond ist an Schweigen gewöhnt, das Meerplappert zwar beständig, aber man kann seine Worteselten verstehen, und Du, der dritte, der jetzt das Ge-heimnis weiß, wirst reinen Mund halten, und so bleibtes verborgen in der ewigen Nacht.

Das Leben ist hier ziemlich lebhaft. Der han-növrische Adel spielt die Hauptrolle. Eine Menge fürst-licher Personen. Die Prinzessin Hohenlohe, siebzehnJahr alt. Die Fürstin Solms ist ebenfalls wieder herge-kommen; wir verkehren nicht mehr so viel,wie vorigJahr,

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