ihn, einsam am Strande wandelnd; und da kommen mirallerlei Gedanken. Überhaupt gehe ich viel am Strandspazieren, besonders nachts bei Mondschein. Ich lebeganz isoliert, und nicht mal, wie vorig Jahr, mache ichden schönen Weibern die Cour. Ich glaube, meine Be-trübnis ist eine unselige Nachwirkung — sie wird vor-übergehen.
Ich bleibe jetzt noch zehn bis vierzehn Tage hier undgehe dann nach Holland. Ich erwarte vorher noch einenGcldzuschuß von zwölf Louisdor, die mir Campe schickt;denn ich Hab' ihn darum gebeten. Ich mußt' es durchaustun, ich wollte, wegen der Geringheit der Summe, nichtan andere schreiben; ich weiß auch, Campe erzeigt mirgern solche Gefälligkeit — und ich bin in diesem Augen-blick nicht bestimmt, kleinlichen Rücksichten Gehör zugeben. — Sag an Campe, ich ließe ihn um Entschul-digung bitten, daß mein letzter Brief, der eben bloß jeneGeldbitte enthielt, so kurz war; ich schreibe ihm noch, eheich abreise, oder wenn ich in Holland bin.
Auch für Deinen Brief vom 4. August dank' ichDir. Ob ich den Anteil, den Du an meinen Bagatellennimmst, auch verdiene, bezweifle ich. Deine Nachrichtwegen Mlle. Meyer hat mich überrascht, obzwar ich der-gleichen Ertravaganzen von dieser kleinen Centaurin er-wartete; ich sprach sie oft in Cuxhaven. — Seit vor-gestern spiele ich nicht mehr. Nicht weil das Geld ganzall wäre — ich habe noch einiges — sondern weil michdas Spiel zu langweilen begann. Auch ärgerte mich dasewige Verlieren und ich gab jemandem mein Ehrenwortnicht mehr zu spielen. — Deine Erzählung von derschönen Frau, die sich bei Campe nach mir erkundigt,
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