und ich freue mich, daß sie Ihnen gefallen. Überhaupt,wie freu' ich mich, daß meine Reiscbilder eine gute Auf-nahme bei Ihnen gefunden! Entzückt, wahrhaft entzückt,fast berauscht hat mich Frau von Varnhagcns Brief. Inder Tat, ich Hab' sie nie verkannt. Ich kenne sie einbißchen. Dabei gestehe ich, daß mich niemand so tiefversteht und kennt, wie Frau von Barnhagen. Als ichihren Brief las, war's mir, als wär ich traumhaft imSchlafe aufgestanden und hätte mich vor den Spiegelgestellt und mit mir selbst gesprochen und mitunter etwasgeprahlt. Das Beste ist, ich brauche Frau von Barn-hagen keine langen Briefe zu schreiben. Wenn sie nurweiß, daß ich lebe, so weiß sie auch, was ich fühle unddenke. Die Gründe meiner Dedikation hat sie, glaub'ich, besser erraten als ist selbst. Mir schien es, als wollteich dadurch aussprechen, daß ich jemandem zugehöre. Ichlauf' so wild in der Welt herum, manchmal kommenLeute, die mich wohl gern zu ihrem Eigentum machenmöchten, aber das sind immer solche gewesen, die mirnicht sonderlich gefielen, und solange dergleichen der Fallist, soll immer auf meinem Halsbande stehen: j'appartiensä ^lacksme Varnlrs^en. —
101. An Friedrich Merckel.
Norderney, den 4. August töSS,
Ich kann die Post nicht von hier abgehen lassen,ohne einige liebe Grüße an Dich mitzuschicken. DasBad bekömmt mir sehr gut, und das ist die Hauptsache,die ich Dir mitzuteilen habe. Ich lebe hier nicht so ver-
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