meiner Gesundheit geht's immer besser. Hab diesenSommer zu Norderney das Seebad gebraucht. DieBeschreibung einiger Seefahrten, die ich nebenbei ge-macht, will ich Ihnen zuschicken. Die Damen in Norder-ney haben mich sehr ausgezeichnet, und das mit Recht.Ich war dort sehr vornehm und liebenswürdig.
Leben Sie wohl, schöne Frau, schreiben Sie mir,womöglich, umgehend, ob der Almanach dies Jahr er-scheint, und ist es nicht der Fall, so schicken Sie mirdas Manuskript der „Harzreise" gleich per fah-rende Post zurück unter Adresse: an den Or. jur.H. Heine bei Herold ck Wahlstab in Lüneburg. SetzenSie mich in keine Verlegenheit; rekommandieren Siedas Packet, damit es nicht verloren geht, und ich nichtnötig habe mein Brouillon wieder abzuschreiben. Vorallem aber bleiben Sie mir freundschaftlich gewogen.Vielleicht besuche ich Sie nächstes Jahr; ich will viel reisenund viel sehen. Dieses befördert auch meine Poeterei.Schreiben Sie an Varnhagens, so unterlassen Sie nicht,von mir zu grüßen. Roberten, der mir gewiß nicht bösewird, wenn ich tadle, lasse ich mich herzlich empfehlen.Ich liebe ihn ja, und ich weiß, er ist ein großer Mensch.Endlich verharre ich
der liebenswürdigsten Frau
ergebenster DienerH. Heine.
87. An F. W. Gubitz.
Hamburg, den 23. November 182S.Sie hätten unrecht, wenn Sie glaubten, daß mir der„Gesellschafter", die Wiege meines Ruhmes, ganz gleich-st