gültig geworden sei. Ich war die letzte Zeit nur gar zusehr beschäftigt, als daß ich lebhaften Anteil daran neh-men konnte. Jetzt aber bekomme ich mehr Muße, dieMaterialien, die auf der Göttinger Bibliothek gesammelt,werden bearbeitet, und so manches Gute wird nach undnach zu Tage gefördert. Beifolgendes Manuskript:„Harzreise von H. Heine, geschrieben im Herbst 1824,"schicke ich Ihnen für den Gesellschafter und bin über-zeugt, daß es Ihnen, besonders die zweite Hälfte, außer-ordentlich gefallen wird. Ich habe dasselbe mit großemFleiße geschrieben, alsdann, wie sich bei guten Sachen ge-bührt, ein Jahr liegen lassen, jetzt wieder durch unddurch gefeilt, und ich finde, daß es wegen des Stoffesund dessen leichter Behandlung ganz für unsere Zeitschriftgeeignet ist, wie denn auch ein Seitenstück dazu, näm-lich die Reise im untern Harze, sogar in einem Damcn-büchlein, in den „Rheinblüthen für 1827", erscheinen soll.Daß Sie, lieber Professor, mir nichts in meinem Opusändern oder verbessern, ist eine alte Bedingung, die ichwieder erneuere. Es ist freilich manches Derbe darin,indessen, da doch der „Gesellschafter" (zu unserer allerVerwunderung) sich in der letzten Zeit vom Verdachte derLiberalität gereinigt hat, und täglich zahmer und zahmerwird, so hoffe ich, daß die Zensur deshalb meiner Harz-rcise etwas durch die Finger sehen wird.
Vielfach, wie Sie wohl denken können, bin ich ange-gangen worden, an anderen Blättern, namentlich am„Morgenblatte", zu arbeiten; aber meine Vorliebe fürden „Gesellschafter", die Loyalität des Redakteurs, undder Wunsch, meine Einsendungen immer bald abgedrucktzu sehen, bewegen mich, Ihnen die „Harzreise" zu schicken,
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