Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
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und kratzte, was Zeug hielt. Ich hoffe, daß Du ausmeinem Geschreibsel klug geworden bist und daraus er-sehen, daß ich Dich um sechs Louisdor anpumpen wollteund Dich bat, selbige unter Adresse des Herrn H. Heine,l )r. jur. abzugeben bei Herold ck Wahlstab in Lüne-burg, mir zu schicken und mir wissen zu lassen, ob Dudas Geld noch vor Januar zurückhaben mußt und obich es etwa in Berlin jemandem für Dich zurückzahlenkann. Ich muß Dir aber nochmals schreiben, weil ichnicht weiß, ob ich Dir auch bedeutet habe, daß Du indem Briefe, worin Du die sechs Louisdor einpackst,nichts schreiben darfst, indem ich einem Bekannten Ordergab, einen solchen Geldbrief für mich auszubrechen undmir den Inhalt nachzuschicken. Ich muß nämlich aushöchst wichtigen Ursachen noch einige Zeit im Hannover-schen herumreisen. Was Du mir also privatim zu sagenhast, muß Du mir in einem besonderen Brief unter der-selben Adresse schreiben.

Sei überzeugt, daß ich Dir bei dieser Gelegenheitden größten Beweis meiner Freundschaft gebe, indemich, trotz mancher innern Regungen des Unmuts gegenDich, mich dennoch in der Not mit unbedingtem Ver-trauen an Dich wende. Vergiß dies nie, besonders wennich je in den Fall käme, Dir einen Dienst leisten zukönnen, woran ich zweifle. Du verstehst mich.

O Christian, ich bin heute in einer sehr weichenStimmung und möchte von alten Dingen sprechen, vonalter Wehmut und neuer Torheit, von bitterer Eseleiund Süßigkeit des Schmerzes. Ich bin noch immerder alte Narr, der, wenn er kaum mit der AußenweltFriede gemacht, gleich wieder von innern Kriegen ge-

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