Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
238
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einem Briese an meinen Onkel habe ich meinen Wunsch,nach einem Seebade zu reisen, durchschimmern lassen,und ich erwarte von seiner saZscite und Gnade, daßdieser Wunsch in Erfüllung gehen wird. SalomenHeine ist hier durchgereist, ließ mich gleich rufen, warüber alle Maßen freundlich, so daß wir vergnügte Stun-den verbrachten. Doch da einige Fremden immer gegen-wartig waren, konnte ich nicht dazu kommen, mit ihmüber meine Privatvcrhältnisse zu sprechen; und als ich mitnach Kassel fahren sollte, war der Wagen so sehr bepackt,daß Peter Schlemihl zurückbleiben mußte. - Doch ichbin gewitzigt genug, um nicht zu glauben, daß morgenschönes Wetter sei, weil heute die Sonne schien.

84. An Charlotte Embden.

Güttingen, den 3t. Juli 18Z5.

Vom Vater habe ich erfahren, daß Du die Blumen-auen Lüneburgs längst verlassen, und Du Dich wiederin dem gesegneten Hamburg befindest. Was mich be-trifft, so bin ich noch immer, wie Du stehst, in dem ge-lehrten Kuhstall Göttingen, wo ich den 20. ds. für diejuristische Doktorwürde öffentlich disputiert habe. VonLüneburg wird man Dir diese Nachricht schon mitgeteilthaben. Ich glaubte Dich dort, sonst hätte ich Dir schonfrüher geschrieben.

An Mar habe ich aufgetragen, unserem Moritzvon Berlin aus meine Thesen zu schicken, ich hätte ihmauch schon geschrieben, wenn ich es überhaupt der Mühewert hielte, über eine Doktorpromotion viele Worte zumachen.

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