Partie, Anfang eines Romans und einige kleine Kötervon malitiösen Gedichten. Den Herbst machte ich eineFußreise nach dem Harz, den ich die Kreuz und Querdurchstreifte, besuchte den Brocken, sowie auch Goetheauf meiner Rückreise über Weimar. Ich reiste nämlichüber Eisleben, Halle, Jena, Weimar, Erfurt, Gotha,Eisenach und Kassel hierher wieder zurück. Viel Schöneshabe ich auf dieser Reise gesehen, und unvergeßlichbleiben mir die Täler der Bode und Selke. Wenn ichgut haushalte, kann ich mein ganzes Leben lang meineGedichte mit Harzbäumen ausstaffieren. —
llber Goethes Aussehen erschrak ich bis in tiefsterSeele, das Gesicht gelb und mumienhaft, der zahnloseMund in ängstlicher Bewegung, die ganze Gestalt einBild menschlicher Hinfälligkeit. Vielleicht Folge seinerletzten Krankheit. Nur sein Auge war klar und glänzend.Dieses Auge ist die einzige Merkwürdigkeit, die Weimarjetzt besitzt. Rührend war mir Goethes tiefmenschlicheBesorgnis wegen meiner Gesundheit. Der selige Wolfhatte ihm davon gesprochen. In vielen Zügen erkannteich den Goethe, dem das Leben, die Verschönerung undErhaltung desselben, sowie das eigentlich praktische über-haupt, das Höchste ist. Da fühlte ich erst ganz klar denKontrast dieser Natur mit der meinigen, welcher allesPraktische unerquicklich ist, die das Leben im Grundegeringschätzt und es trotzig hingeben möchte für die Idee.Das ist ja eben der Zwiespalt in mir, daß meine Ver-nunft in beständigem Kampf steht mit meiner ange-borenen Neigung zur Schwärmerei. Jetzt weiß ich auchganz genau, warum die Goetheschen Schriften im Grundmeiner Seele mich immer abstießen, so sehr ich sie in
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