Ostern hier zu promovieren. Vor drei Tagen habe ichan meinen Onkel Salomon Heine geschrieben, daß ichnoch ein halb Jahr hier zu bleiben wünsche. Ich schriebihm konzis und ohne Umschweife. Ich bin gespannt aufseine Antwort. Du siehst also, daß ich nicht mit Be-stimmtheit sagen kann, was ich nächstens tun werde.Das hat auch gar nichts zu bedeuten; das Schlimmsteist nur gar zu sehr bestimmt, nämlich daß ich auf eineunerträgliche und geisteshemmende Weise von meinenKopfschmerzen gequält werde, z. B. in diesem Augen-blick. Ich schreibe wenig, lese viel. Immer noch Chro-niken und Quellenschriftsteller. Ich bin, ehe ich michdessen versah, in die Reformationsgeschichte geraten,und in diesem Augenblick liegt der zweite Folioband vonVon der Hardts bkisr. lirer. rekormationis auf meinemTische; ich habe gestern abend darin die ReuchlinscheSchrift gegen das Verbrennen der hebräischen Büchermit großem Interesse gelesen. Für Dein Studium derReligionsgeschichte kann ich Schröckhs Kirchengeschichtemit Enthusiasmus, wegen der gründlichen Zusammen-stellung, Dir empfehlen. Seit den Ferien habe ich schonzwei Dutzend Bände davon verknopert. Doch Du hängstfür die ersten Jahre noch in den Mythen des Orients.Außerdem lese ich französische Vaudevilles. — Meine„Harzreise" habe ich längst, seit Ende November, fertiggemacht, soweit es mir wegen meines Zeitmangels mög-lich war. Ich habe sie vorigen Monat an meinen OnkelHenry Heine geschickt, um ihm und den Weibern einPrivatvergnügen damit zu machen. Sie enthält vielSchönes, besonders eine Sorte Verse wird, wenn ichsie von Hamburg zurückerhalte, gedruckt werden, wird
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