sehr liebenswürdiger Mensch in die größte Misere.Spaßhaft genug, mich quälen andere, um für sie zuschreiben, und ich quäle wieder Dich, um für mich zuschreiben; so quälen die Menschen einer den andern nachder bekannten Bell- und Lancasterschen Methode. Außer-dem leide ich noch sehr an meinem Kopfe, und täglichhöre ich Kollegien bei — Hugo, Bauer und Meister.
Ich glaube, dieses letztere ist hinreichend, um Dichzu bewegen, an die Arbeit zu gehen. Ich brauche Dirwohl nicht vorzuschreiben, wie Du die Rezension zuschreiben hast. Die Hauptsache ist ruhiges, klares, ver-ständliches Referat. Nur grundgelehrt, und soviel alsmöglich mit neuen Gedanken und Ansichten gespickt.Uber Indien im allgemeinen und über das Buch ins-besondere. Ich weiß, daß Dir das wenig Mühe macht,auf den Stil kömmt nichts an, nur klar und verständlichmuß der Aufsatz sein, und — ich bitte Dich — in vier-zehn Tagen fertig.
Willst Du aber meinen Wunsch nicht erfüllen, sobitte ich Dich, mir dieses umgehend zu antworten.
77. An Moses Moser.
Göltingen, den lt. Januar 18S5.
Warum kannst Du mir nicht mal schreiben, eheDu von mir Brief erhalten? Mußtest Du warten, bisich Deinen Brief vom 10. November beantworte? Hier-zu brauchtest Du weder ein Genie noch ein Esel zu sein.Ich, der ich mir schmeichle, beides nicht zu sein, würdenicht so handeln, wenn ich der Moser wäre, der NeueFriedrichsstraße 48 Parterre im Friedländerschen Kon-
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