nicht wohl Deine Antwort erwarten, um Dir wiederzu schreiben und einen Liebesdienst von Dir zu verlangen.Ja, ich habe das Mißgeschick, immer Gefälligkeiten vonDir verlangen zu müssen, ohne Dir etwas anderes dafürgeben zu können, als meine brüderlichste Liebe. In-dessen, ich will diese nicht gar zu niedrig anschlagen.Mancher schlechte Stein gilt schon etwas, weil er un-gewöhnlich und selten ist. —
Marquis! Deine Kenntnisse, Deine Zeit werdendurchaus wieder von mir in Anspruch genommen. Dumußt nämlich statt meiner die Rezension des besprochenenPöppschen Buches („Ardschunas Reise zu Indras usw.",Berlin bei W. Logier) statt meiner anfertigen. Ich hatteversprochen, sie ungefähr um diese Zeit zu liefern, hattein den Ferien auf der Reise das Buch nicht zur Hand,um die Rezension zu schreiben, und da ich mich jetzt drangeben wollte, werde ich durch unvorhergesehene Hinder-nisse davon abgehalten. Ich habe jetzt meine „Harz-reise" schon zur Hälfte geschrieben, und will nicht ab-brechen. Diese schreibe ich in einem lebendigen enthu-siastischen Stil, und es würde mir nicht allein nach einerUnterbrechung schwer werden, wieder hinein zu geraten,sondern auch würde es mir schwer fallen, aus diesemStil in die trockne gelehrten Anzeiger-Prosa überzu-gehen.
Außerdem muß ich mich, sobald ich nur kann, miteiner Dissertation befassen, die in eine ganz ander Sphärespielt als Indien, und mir, der sich so leicht verwirrt,nicht erlaubt, an eine andere gelehrte Arbeit zu denken.Und diese Dissertation, die ich für einen meiner Freundeschreibe, muß ich durchaus unternehmen, sonst kommt ein
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